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Brief an CDU-Chef
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Merz soll Lauterbach verhindern

Als vermutlich neuer Bundeskanzler soll CDU-Chef Friedrich Merz in seinem Kabinett verhindern, dass der aktuelle Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Amt bleibt. Das wünschen sich zumindest 75 Apothekeninhaberinnen und -inhaber aus Mecklenburg-Vorpommern in einem offenen Brief an Merz.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 05.03.2025  07:00 Uhr
Apothekensterben bedeutet Steuereinbußen

Apothekensterben bedeutet Steuereinbußen

Die habe nicht nur »gravierende Auswirkungen auf die flächendeckende Gesundheitsversorgung«, sondern führe auch zu »erheblichen finanziellen Einbußen für Kommunen und den Staat«. Denn jede geschlossene Apotheke bedeute den Verlust von Gewerbesteuereinnahmen und einen Rückgang der Einkommensteuerbeiträge.

Zudem würden die Reformen des SPD-Ministers den Versandhandel stärken. EU-Versender hätten oft weniger strikte Regelungen und unterlägen nicht denselben Kontrollen wie Apotheken vor Ort. Besonders problematisch sehen die Verfasser gemeinsame Plattformen von Versendern mit Online-Arztpraxen, bei denen Patienten ihr Rezept häufig ohne persönliche Untersuchung erhielten. »Dies schwächt nicht nur Vor-Ort-Apotheken, sondern stellt auch ein Risiko für die Patientenversorgung dar.«

Lauterbach habe diese negative Entwicklung zugelassen und durch fehlende Unterstützung sogar beschleunigt. »Es ist daher unerlässlich, dass Herr Lauterbach in einer zukünftigen Regierung keine Verantwortung im Gesundheitsbereich mehr übernimmt«, fordern die Apothekerinnen und Apotheker erneut. »Wir erwarten von Ihnen als Bundeskanzler eine Politik, die freiberufliche Apotheker, Ärzte und Patienten schützt, anstatt sie zugrunde zu richten.« Die Union müsse den Mut aufbringen, den dringend nötigen Kurswechsel einzuleiten.

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