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Umfrage zu Gesundheitsrisiken
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Mehrheit begrüßt ersten Herbst ohne Corona-Auflagen

Corona-Infektionen nahmen zuletzt schon zu. Nun nahen die kälteren Monate, doch Auflagen zu Masken und Tests sind passé. Gibt es deshalb jetzt größere Beunruhigung? Und wie steht es um freiwillige Vorsorge?
AutorKontaktdpa
Datum 25.09.2023  11:30 Uhr
Mehrheit begrüßt ersten Herbst ohne Corona-Auflagen

Vor dem ersten Corona-Herbst ohne verpflichtende Schutzvorgaben gehen die Einschätzungen zu eigenen Gesundheitsrisiken laut einer Umfrage auseinander. Gar keine Sorgen vor einer möglichen Corona Ansteckung in diesem Herbst und Winter machen sich 50 Prozent, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Tendenziell Sorgen deswegen machen sich dagegen 46 Prozent der Befragten - 36 Prozent sind nach eigenem Bekunden »etwas« besorgt, 10 Prozent sagten sogar »ja, sehr«.

Dass staatlich verordnete Schutzmaßnahmen in diesem Herbst und Winter nicht notwendig sein werden, trifft laut der Umfrage auf großen Rückhalt. Voll und ganz stimmten dem 34 Prozent zu, eher zustimmend äußerten sich 32 Prozent. Überhaupt nicht stimmten 6 Prozent der Befragten zu, eher nicht 16 Prozent.

Auflagen zu Masken, Tests und Quarantäne wie im Herbst 2022 gelten diesmal nicht. Es brauche nach aktuellem Stand keine Maßnahmen im Sinne von Kontaktbeschränkungen, hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gesagt. Nach zuletzt bereits gestiegenen Infektionszahlen werden für die kältere Jahreszeit aber wieder zunehmende Ansteckungen erwartet.

Freiwillige Maßnahmen stoßen auf Akzeptanz

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und das Robert-Koch-Institut (RKI) raten deswegen zu Auffrischimpfungen für Menschen über 60 Jahre und mit Vorerkrankungen sowie auch zum freiwilligen Maskentragen in bestimmten Situationen.

Freiwillige Schutzmaßnahmen in sensiblen Einrichtungen vor Ort stoßen laut der Umfrage generell auf Akzeptanz. Dass Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheime selbst festlegen sollten, ob Besucher vorsorglich Maske tragen sollen, befürworteten drei Viertel der Befragten: Voll und ganz stimmten dem 42 Prozent zu, 34 Prozent stimmten eher zu. Tendenziell ablehnend äußerten sich 18 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 20. bis 22. September 2050 Menschen ab 18 Jahren befragt.

Bei vorsorglichen Schutzmaßnahmen, die jeder für sich ergreifen kann, überwiegt laut der Umfrage eine eher zurückhaltende Tendenz. Dass sie in Innenräumen mit vielen Menschen bestimmt oder wahrscheinlich Maske tragen werden, gaben 25 Prozent an - bestimmt oder wahrscheinlich nicht wollen es 47 Prozent. »Vielleicht« sagten weitere 23 Prozent.

In Bussen und Bahnen wollen 27 Prozent bestimmt oder wahrscheinlich zur Sicherheit Maske tragen, »vielleicht« sagten 21 Prozent. Es bestimmt oder wahrscheinlich nicht zu tun, gaben 42 Prozent der Befragten an.

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