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Antibiotika-Resistenzen
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Mehr Tote als durch Malaria und HIV

Mehr als eine Million direkte und fünf Millionen assoziierte Todesfälle waren im Jahr 2019 Schätzungen zufolge resistenten Keimen geschuldet. Antibiotika-Resistenzen gehörten so gesehen zu den häufigsten Todesursachen weltweit.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 20.01.2022  12:00 Uhr

Dringender Handlungsbedarf

Mitautor der Studie Professor Dr. Chris Murray vom Institute for Health Metrics and Evaluation, University of Washington, USA, warnt in einer Pressemitteilung: »Diese neuen Daten zeigen das wahre Ausmaß der weltweiten Antibiotikaresistenz und sind ein klares Signal, dass wir jetzt handeln müssen, um die Bedrohung zu bekämpfen. Frühere Schätzungen gingen von 10 Millionen jährlichen Todesfällen aufgrund von Antibiotikaresistenzen bis zum Jahr 2050 aus, aber wir wissen jetzt mit Sicherheit, dass wir dieser Zahl schon viel näher sind als wir dachten. Wir müssen diese Daten nutzen, um den Kurs zu korrigieren und Innovationen voranzutreiben, wenn wir im Wettlauf gegen die Antibiotikaresistenz die Nase vorn haben wollen.«

Mögliche Lösungsansätze: Optimierung des Einsatzes bereits vorhandener Antibiotika, Förderung der Forschung für die Entwicklung neuer Antibiotika und Behandlungen sowie eine verbesserte Kontrolle von Infektionen. Diese sollten schnellstmöglich erfolgen.

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