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Ländervorstoß zu Versendern
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Mehr Kontrolle im »rechtsfreien Raum«

»Gleich lange Spieße« gegenüber den EU-Versendern fordern die Apotheken schon lange. Der Bundesrat plädiert für eine behördliche Meldepflicht sowie Kontrolle durch die Länder. Der Großhandelsverband Phagro begrüßt die Idee, gegen den »rechtsfreien Raum« vorzugehen. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 02.02.2026  12:00 Uhr
Phagro: »Ohne Kontrollen ändert sich nichts«

Phagro: »Ohne Kontrollen ändert sich nichts«

Dass die verschärften Temperaturvorgaben für den Versand nun strenger überwacht werden sollen, begrüßt der Großhandelsverband Phagro. »Ohne Kontrollen ändert sich nichts. Regeln nutzen nur etwas, wenn auch überprüft wird, ob sie eingehalten werden«, so der Phagro-Vorstandsvorsitzende Marcus Freitag

Lager- und Transportbedingungen von Arzneimitteln dürften beim Versand nicht ignoriert werden. Dass der Bundesrat dies nun forciere, trage zur Patientensicherheit bei, so Freitag in einer Mitteilung. Er appellierte an die Regierungsfraktionen im Bundestag, den Vorstoß der Länder aufzunehmen.

Positive Signale nimmt er aus der Unionsfraktion wahr; Gesundheitssprecherin Simon Borchardt (CDU) habe durchblicken lassen, dass sie darin »einen guten Weg« sehe, um die Qualität zu stärken. »Im Moment bewegen wir uns im rechtsfreien Raum, ich könnte mir vorstellen, dass wir die Idee aus dem Bundesrat aufgreifen«, zitiert der Verband die Gesundheitssprecherin.

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