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Medizinticker - Archiv

Datum 11.11.2002  00:00 Uhr

Medizinticker

Zulassung für HCV-Test

Die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat einem neuen Test auf Hepatitis-C-Viren die Zulassung erteilt. Mit dem Testverfahren lassen sich einer Studie zufolge auch niedrige Virus-RNA-Spiegel nachweisen, wie sie nach Therapie auftreten können, heißt es in einer Pressemitteilung der Bayer AG. Mit herkömmlichen HCV-Tests ist dies nicht möglich. „Wir können jetzt sicherer entscheiden, ob eine weitere Behandlung der Patienten notwendig ist“, schreibt Dr. Eugene R. Schiff vom Center für Liver Diseases der Universität von Miami. Der von dem kalifornischen Unternehmen Gen-Probe, San Diego, entwickelte „Versant® HCV TMA Test“ wird von Bayer HealthCare Diagnostics auch in Deutschland vertrieben. PZ

Pädagogik statt Pillen

Vor einer medizinischen Behandlung so genannter hyperaktiver Kinder hat der Darmstädter Pädagogikprofessor Manfred Gerspach gewarnt. „Im überwiegenden Teil der Fälle liegen keine körperlichen sondern soziale Störungen vor,“ sagte Gerspach bei einem Kongress über Aufmerksamkeitsdefizite (ADS) in Darmstadt. Die Ursachen von ADS seien nicht mit Pillen, sondern mit neuen pädagogischen Konzepten zu beheben. Nach Angaben von Fachleuten zeigen heute bis zu 40 Prozent der Kinder Verhaltensauffälligkeiten. Die Bezeichnung ADS habe sich zur Modekrankheit entwickelt, die allen verhaltensgestörten Kindern aufgestempelt werde. „Eine wirkliche Diagnose wird meist nicht gestellt“, kritisierte Gerspach. dpa

Verdacht auf Beulenpest in New York

Ein Ehepaar aus dem Südwesten der USA ist mit Verdacht auf Beulenpest in ein New Yorker Krankenhaus eingewiesen worden. Ihr Fall ist der erste der früher meist tödlichen Seuche in New York seit etwa 100 Jahren, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Thomas Frieden. Bei dem 53-jährigen Touristen aus New Mexico sei ein erster Test auf Beulenpest positiv ausgefallen. Der Mann schwebt laut Frieden in Lebensgefahr. Seiner 47-jährigen Frau gehe es etwas besser. Beide leiden unter Fieber und geschwollenen Lymphdrüsen. Die Krankheit kann mit Antibiotika meist erfolgreich behandelt werden, hieß es. dpa Top

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