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Thomas Müller
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»Medizinforschungsgesetz kommt im März ins Kabinett«

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat viel vor. BMG-Abteilungsleiter Thomas Müller gab einen kurzen Abriss der Aktivitäten. Dabei fielen Schlagworte wie vertrauliche Erstattungspreise, eine zentrale Ethikkommission, Gentherapien für alle sowie Rabattverträge für Onkologika.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 01.03.2024  14:30 Uhr

Vertrauliche Erstattungspreise

Rütteln will das BMG nach eigenen Angaben auch an dem »Dogma in Deutschland«, was die Erstattungspreise angeht. In bestimmten Fälle könnte es »attraktiv für beide Verhandlungsseiten sein«, wenn für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen Vertraulichkeit herrscht, bis zum Wegfall des Unterlagenschutzes. Da die Beträge derzeit öffentlich zugänglich seien, könnten so aufgrund der nationalen Referenzwirkung »Verhandlungsspielräume eingeschränkt« werden, so Müller.

Kurz riss er auch das Thema Lieferengpässe an. Das Hauptproblem sieht Müller bei den Generika. »In einigen Bereichen müssen wir das Preisniveau anpassen.« Im vollen Bewusstsein, dass damit eine Kostensteigerung für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einhergehe, wie er bemerkte. Preise für Antibiotika sollen genauso steigen wie die Festbeträge sowie Rabattverträge für Onkologika kommen.

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