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Metaanalyse
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Mediterrane Ernährung könnte das Herz-Kreislauf-Risiko senken

Eine mediterrane und eine fettarme Ernährung könnten das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Patienten mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko senken. Das geht aus einer aktuellen Metanalyse hervor. 
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 11.04.2023  14:25 Uhr

Mediterrane Ernährung beinhaltet reichlich Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Olivenöl. Frühere Studien lieferten bereits Hinweise darauf, dass sie sich positiv auf das Demenzrisiko auswirken könnte. Nun legt eine aktuelle Metaanalyse von Forscherinnen und Forschern der University of Manitoba im kanadischen Winnipeg nahe, dass sich sie sich – wie auch eine fettarme Diät – positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken könnte.

Das Forschungsteam um Giorgio Karam hat in einer vergleichenden Übersichtsarbeit 40 randomisierte Studien zu sieben Ernährungsformen und deren Effekten auf die kardiovaskuläre Gesundheit ausgewertet. Die Ergebnisse erschienen kürzlich im Fachjournal »The BMJ«. 

Unter den untersuchten Publikationen, die insgesamt mehr als 30.000 Teilnehmende umfassten, waren 18 Studien zu fettarmer Ernährung, sechs zu sehr fettarmer und zwölf Studien zu mediterraner Ernährung vertreten. Des Weiteren waren vier Studien zu fettmodifizierter Ernährung, drei zu einer kombinierten fett- und natriumarmen Ernährung sowie zur sogenannten Ornish-Diät inbegriffen, bei der fettarme und hauptsächlich vegetarische Speisen auf den Teller kommen. Eine Studie befasste sich mit der sogenannten Pritikin-Diät, einer Art High-Carb-Diät mit mehr als 80 Prozent Kohlenhydraten.

Erniedrigtes Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko

In der Metaanalyse zeigte die mediterrane Ernährung eine Risikoreduktion für nicht tödliche Herzinfarkte um 17 Fälle pro 1000 Personen und ein um 7 Fälle pro 1000 Personen erniedrigtes Schlaganfallrisiko. Die untersuchten Personen hatten ein moderat erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Die Gesamtsterblichkeit reduzierte sich durch mediterrane Ernährung um 17 Todesfälle pro 1000 Personen in der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren.

Auch fettarme Diäten zeigten mit einer Reduktion des Herzinfarkt-Risikos um 7 Fälle pro 1000 Personen protektive Effekte. Die fünf anderen untersuchten Ernährungsweisen zeigten dagegen nur geringe bis gar keine Vorteile für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Die Forscherinnen und Forscher kommen zu dem Schluss, dass mediterrane und fettarme Diäten »wahrscheinlich das Risiko der Sterblichkeit und des nicht tödlichen Herzinfarkts bei Menschen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko verringern«.

Sie räumen jedoch ein, dass etwa drei Viertel der untersuchten Studien mit methodischen Mängeln behaftet seien. So seien die Einhaltung der Diätvorgaben nicht objektiv überprüfbar gewesen. Zudem könnten die Effekte durch Medikamente oder Lebensstiländerungen wie etwa Rauchstopp bedingt gewesen sein, so die Forschenden. Weitere Studien zum Thema sind also nötig, um die protektiven Effekte der Ernährungsformen zu belegen. 

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