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ADHS
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Medikation verringert Folgeprobleme

Die Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können das Risiko für Ereignisse wie Suizidalität, Kriminalität oder Unfälle erhöhen. Die medikamentöse Behandlung kann es verringern, wie eine schwedische Studie nahelegt.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 18.08.2025  16:00 Uhr
Ergebnisse wichtig für Debatte über ADHS-Behandlung

Ergebnisse wichtig für Debatte über ADHS-Behandlung

Die reduzierten Ereignisraten deuteten auf eine verminderte Impulsivität und damit einhergehend auf reduziertes aggressives Verhalten und Kriminalität hin, schreiben die Autoren. Eine verbesserte Aufmerksamkeit kann zudem Ablenkungen, etwa im Straßenverkehr, reduzieren, wodurch das Unfallrisiko sinkt.

Die Autoren räumen jedoch mehrere Einschränkungen der Studie ein. So konnten sie keine Daten zu nicht medikamentösen Behandlungen oder zur Dosis der Medikamente auswerten. Obwohl die Target-Trial-Emulation keine endgültigen kausalen Schlüsse zulässt, liefere sie »Belege dafür, wie sich die medikamentöse Behandlung von ADHS auf wichtige gesundheitsbezogene und soziale Ergebnisse auswirkt, die in die klinische Praxis und die Debatte über die medikamentöse Behandlung von ADHS einfließen sollten«, lautet das Fazit der Autoren.

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