| Alexandra Amanatidou |
| 10.02.2026 13:00 Uhr |
In einem Pressetermin erklärte Udo Schauder, der Vorstandsvorsitzende von Im Puls, welche Rolle Apotheken dabei spielen könnten: »Ich sehe eine deutliche Rolle bei den Apotheken, da sie niedrigschwellig sind.« Prävention sei auch eine Bildungsfrage, bei der die Apotheken »sicherlich helfen« könnten. Viele Apotheken bieten neben pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) auch Spezialisierungen, etwa zum Thema Ernährung, an. Ein Beispiel ist die Medios-Apotheke in Berlin, die Ernährungsberatungen anbietet.
Auch Nobert Peter vertritt diese Meinung: »Unsere Teams erreichen täglich Menschen aller Bevölkerungsschichten und können zum Beispiel kardiovaskuläre Risikofaktoren niedrigschwellig adressieren – durch Leistungen, die wir bereits jetzt anbieten: Blutdruckmessungen, Medikationsanalysen, strukturierte und fundierte Beratung zur Rauchentwöhnung, Sport und Ernährung.«
Laut dem Apotheker könnten Apotheken auch eine Lotsenfunktion im Gesundheitssystem einnehmen und in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten Prävention ganzheitlich gestalten. »Hierfür braucht es jedoch klare Rahmenbedingungen, die Präventionsleistungen im Apothekenalltag systematisch ermöglichen und angemessen vergüten«, sagt er gegenüber der PZ.
Für mehr Zusammenarbeit plädiert auch Niklas Oppenrieder, Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Gesundheitsorganisation Pan Dach. Er ist der Meinung, dass die Politik mit allen Beteiligten zusammenarbeiten muss, damit Prävention besser umgesetzt werden kann.