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Keine Restmengen mehr
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Lilly modifiziert seine Mounjaro-KwikPens

Mounjaro® müssen viele Patienten selbst bezahlen – und tendieren vielleicht dazu, das letzte bisschen Wirkstofflösung aus dem Fertigpen herauskitzeln zu wollen. Nun hat der Hersteller den Pen technisch angepasst.
AutorKontaktPZ
Datum 20.01.2026  14:30 Uhr

Lilly Deutschland informiert die Apothekerinnen und Apotheker, dass das Unternehmen technische Modifikationen am Tirzepatid-haltigen Medikament Mounjaro® KwikPen® vorgenommen hat – laut Firmenangaben, um die Anwenderfreundlichkeit zu verbessern.

Bislang verblieb im Pen nach Applikation von vier vollen Dosen eine geringe Restmenge, die zu sehen war, aber die nicht mehr appliziert werden konnte. »Dies führte wiederholt zu Rückfragen und Verunsicherung bei Patient:innen«, schildert Lilly im aktuellen Informationsschreiben.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) hat seit Markteinführung nach aktuellem Stand 775 Verdachtsmeldungen zu Qualitäts- und Anwendungsfehlern zu dem Präparat bekommen. Patientinnen und Patienten meldeten unter anderem immer wieder, dass der Pen schon bei Anwendung der dritten oder vierten Dosis blockiert. Auch Manipulationen, um die Restmenge nach vier Dosen zu entnehmen, wurden berichtet. Die AMK hatte im Februar 2025 eine Anpassung des Präparats an die Patientenbedürfnisse gefordert und dazu der Firma Vorschläge gemacht – dabei hatte die AMK auch das sichtbare, relativ große Restvolumen genannt.

Kolben verlängert, Füllmenge reduziert

Durch technische Anpassungen (Verlängerung des Kolbens) und eine optimierte Füllmenge soll der modifizierte KwikPen künftig keine relevante Restmenge mehr enthalten, heißt es im aktuellen Informationsschreiben des Pharmaunternehmens: »Nach der vierten und letzten Dosis ist der Pen vollständig entleert und kann sicher entsorgt werden.«

Beide Pens funktionieren identisch. Es seien weiterhin vier volle Dosen sowie Arzneimittel für die Entlüftung enthalten. An Verpackung, PZN und Preis ändere sich nichts. Lilly will die modifizierten Pens bereits ab diesem Monat ausliefern und startet mit der 15 mg/Quartalspackung. Weitere Dosisstärken und Packungsgrößen sollen im Laufe des Jahres folgen.

Während der Übergangszeit werden sowohl die ursprünglichen als auch die modifizierten Pens parallel verfügbar sein. Dem Informationsschreiben ist auch eine Informationskarte mit entsprechenden Abbildungen beigefügt. Auch die korrekte Handhabung wird erklärt.

Die AMK bittet die Apothekenteams, die Patienten weiterhin zur sicheren Anwendung angemessen zu beraten, um Medikationsfehler vorzubeugen, insbesondere in der Umstellungsphase. Sie bittet weiterhin, Verdachtsfälle von Arzneimittelrisiken zu melden und bedankt sich für das bisherige Engagement, wodurch firmenseitige Anpassungen im Sinne des vorbeugenden Patientenschutzes umgesetzt worden seien.

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