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SPD-Veranstaltung
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Lauterbach zweifelt ApoRG öffentlich an

Kaum jemand rechnet noch damit, dass es das Apotheken-Reformgesetz (ApoRG) in seiner aktuellen Form auf den Kabinettstisch schafft, geschweige denn darüber hinaus. Jetzt hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erstmals öffentlich eingeräumt, dass unklar sei, »ob und wann« das ApoRG komme.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 22.10.2024  12:30 Uhr
Wichtige Rolle der Apotheken bei Digitalisierung und Prävention

Wichtige Rolle der Apotheken bei Digitalisierung und Prävention

Insofern sei die Veranstaltung für ihn ambivalent gewesen, in Teilen auch »erschöpfend«, bilanziert der Apotheker. Lauterbach habe die wichtige Rolle der Apotheken zwar an mehreren Stellen betont – etwa bei der Digitalisierung und der Prävention –, aber auf konkrete Fragen habe er oft ausweichend geantwortet. Etwa warum er glaube, dass das derzeitige Apothekensystem »nicht funktioniert«, wie er es schon beim DAT formuliert hatte. In einem Ad-hoc-Antrag hatten ihn daraufhin mehrere Delegierte aufgefordert zu benennen, was genau da nicht funktioniert.

Sie dürften noch keine Antwort bekommen haben, genau so wenig, wie Lauterbach gestern in Leverkusen eine geben konnte oder wollte. Wie Fehske berichtet, habe der Minister lieber betont, dass es wichtig sei, überhaupt Apotheken auf dem Land zu erhalten. Er sei kein Verfechter des Versandhandels, sondern wolle die Apotheken mit seinen Reformen stärken. Etwa sei ein dynamisiertes Honorar – das wie gesagt ohne eine Strukturreform keine Chance hat – doch etwas, was die Apotheken schon lange forderten. Mit dem Argument, dieses Reformpaket entspreche den lang gehegten Wünschen der Branche, hatte Lauterbach schon beim DAT in München für Gelächter gesorgt.

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