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Sonderregelung verlängert
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Krankschreibung per Telefon bis März möglich

Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden bleiben angesichts der Corona-Krise und der Grippesaison noch bis Ende März 2023 auch telefonisch und ohne Praxisbesuch möglich.
Autordpa
Datum 18.11.2022  10:15 Uhr

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat am gestrigen Donnerstag beschlossen, eine vorerst bis Ende November laufende Sonderregelung zu verlängern. Damit können Versicherte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen weiterhin für bis zu sieben Tage nach telefonischer Befragung durch Ärztinnen und Ärzte bekommen. Diese können zudem für bis zu sieben Kalendertage verlängert werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss erläuterte, es sei im Moment schwer vorherzusagen, wie sich die Fallzahlen von Corona-Erkrankten in den Krankenhäusern in den kommenden Monaten entwickelten. »Erschwerend kommt aber hinzu: Wir stehen vor der Erkältungs- und Grippesaison«, sagte der Vorsitzende Josef Hecken. Das spreche dafür, auf Sicherheit für Patientinnen, Patienten und das Praxispersonal zu setzen.

Hecken wies vor allem auf chronisch Kranke hin, die öfter als andere in Arztpraxen gehen müssten und besonders vor vermeidbaren Infektionen zu schützen seien. Mit der telefonischen Krankschreibung hätten Praxen nun weiterhin eine einfach umsetzbare Möglichkeit, leichte und schwere Krankheitsfälle voneinander abzugrenzen und volle Wartezimmer zu vermeiden.

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