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Destatis-Analyse
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Krankheitskosten steigen um 7,6 Prozent

Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Krankheitskosten im Jahr 2024 um 7,6 Prozent gestiegen. Zwischen den Geschlechtern und den Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede.
AutorKontaktPZ
Datum 08.10.2026  15:00 Uhr

Geschlechtsspezifische Unterschiede

In den Destatis-Zahlen zeigt der Geschlechtervergleich teils deutliche Unterschiede bei der Kostenstruktur nach Krankheiten: Bei den Frauen verursachten psychische und Verhaltensstörungen, wozu auch Demenzerkrankungen zählen, mit 990 Euro die höchsten Pro-Kopf-Kosten und waren damit 1,5-mal höher als bei den Männern (650 Euro). An zweiter und dritter Stelle standen bei den Frauen Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems (840 Euro) und Krankheiten des Kreislaufsystems (800 Euro).

Bei den Männern hingegen führten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den höchsten Pro-Kopf-Kosten (860 Euro), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen (650 Euro) und Neubildungen (630 Euro). Für beide Geschlechter standen an vierter Stelle die Pro-Kopf-Kosten im Zusammenhang mit Krankheiten des Verdauungssystems (660 Euro bei Frauen und 630 Euro bei Männern). An fünfter Stelle bei den Frauen kamen Neubildungen mit 610 Euro pro Kopf und bei den Männern die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 450 Euro.

Mit fortschreitendem Alter nehmen die Krankheitskosten deutlich zu. Laut der Analyse entstand mehr als die Hälfte der Gesamtkosten (53,8 Prozent oder 284,3 Milliarden Euro) allein bei der Bevölkerung ab 65 Jahren. Dies entsprach Pro-Kopf-Kosten von 15.080 Euro in dieser Altersgruppe. Die geringsten Pro-Kopf-Kosten entstanden in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen mit 2390 Euro, gefolgt von den unter 15-Jährigen (2620 Euro). Auf die 30- bis unter 45-Jährigen entfielen mit 3130 Euro pro Kopf geringere Kosten als auf die 45- bis unter 65-Jährigen mit 5590 Euro. Bei den 65- bis unter 85-Jährigen lagen die Kosten schon bei 12.300 Euro, bei den Hochbetagten (über 85-Jährige) bei 30.150 Euro pro Person.

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