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Destatis-Analyse
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Krankheitskosten steigen um 7,6 Prozent

Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die Krankheitskosten im Jahr 2024 um 7,6 Prozent gestiegen. Zwischen den Geschlechtern und den Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede.
AutorKontaktPZ
Datum 08.10.2026  15:00 Uhr
Krankheitskosten steigen um 7,6 Prozent

Krankheiten und Gesundheitsprobleme haben im Jahr 2024 in Deutschland direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro verursacht. Das geht aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Demnach stiegen die Krankheitskosten gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent oder 37,5 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Krankheitskosten pro Kopf erhöhten sich im selben Zeitraum um 430 Euro auf 6330 Euro (7,3 Prozent).

Laut Destatis lagen die Pro-Kopf-Kosten bei Frauen 2024 mit 6960 Euro um 1280 Euro (22,5 Prozent) höher als bei Männern (5680 Euro). Nach Krankheitsbildern und Geschlecht betrachtet verursachten bei Frauen psychische und Verhaltensstörungen (darunter Demenzerkrankungen) mit durchschnittlich 990 Euro die höchsten Krankheitskosten pro Kopf. Bei Männern waren dagegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 860 Euro am kostenintensivsten. Zu den direkten Krankheitskosten zählen die unmittelbar mit einer medizinischen Heilbehandlung, Präventions-, Rehabilitations- oder Pflegemaßnahme verbundenen Ausgaben. Sie bilden somit nicht die gesamten volkswirtschaftlichen Kosten (zum Beispiel Arbeitsausfälle) durch Krankheit ab.

Hohe Ausgaben für Kreislauferkrankungen

Die höchsten Kosten verursachten laut der Analyse im Jahr 2024 Krankheiten des Kreislaufsystems (13,1 Prozent oder 69,4 Milliarden Euro) und psychische und Verhaltensstörungen (13,0 Prozent oder 68,7 Milliarden Euro). Auf diese beiden Krankheitskapitel entfiel mehr als ein Viertel (26,1 Prozent) der gesamten Krankheitskosten. Es folgten mit einem Anteil von 10,3 Prozent (54,3 Milliarden Euro) an den Gesamtkosten die Kosten für Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Weitere 10,2 Prozent (53,7 Milliarden Euro) der Gesamtkosten standen im Zusammenhang mit Krankheiten des Verdauungssystems. Neubildungen (darunter Krebserkrankungen) machten 9,9 Prozent (52,1 Milliarden Euro) der Krankheitskosten aus. Der gemeinsame Anteil dieser fünf Krankheitskapitel an den Gesamtkosten liegt in der längerfristigen Betrachtung bereits seit 2015 jeweils zwischen 55 Prozent und 56 Prozent.

Die insgesamt höheren Pro-Kopf-Krankheitskosten bei den Frauen (6960 Euro gegenüber 5680 Euro bei den Männern) sind neben geschlechtsspezifischen Erkrankungen und den Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt vor allem auf die höhere Lebenserwartung beziehungsweise den größeren Anteil an den Älteren und Hochbetagten zurückzuführen. So waren von den rund 2,9 Millionen ab 85-Jährigen in Deutschland im Jahr 2024 knapp zwei Drittel (65,0 Prozent) weiblich.

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