| Lukas Brockfeld |
| 12.03.2026 15:00 Uhr |
Der vdek schlägt einige Maßnahmen vor, die den Kassen mehr Einnahmen verschaffen könnten. So wünscht sich der Verband, dass der Gesetzgeber Anreize dafür schafft, dass mehr Teilzeitbeschäftigte in einen Vollzeitjob wechseln. Außerdem sollen künftig nur noch Schüler, Studierende und Rentner sogenannte Minijobs ausüben dürfen. Diese seien im Jahr 2003 eingeführt worden, um den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren und den Berufseinstieg zu erleichtern. Heute seien die Arbeitsmarktbedingungen allerdings ganz anders, sodass eine Beschränkung sinnvoll sei, damit mehr Menschen einer regulären sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen.
Doch diese Maßnahmen dürften zur Stabilisierung der GKV-Finanzen nicht ausreichen. »Auf der Einnahmenseite gibt es ehrlicherweise kein großes Potenzial«, räumte Ulrike Elsner am Dienstag ein. Der vdek wünscht sich daher Reformen bei der Ausgabenseite und eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik. Es brauche eine verbindliche Obergrenze für die Steigerung von Vergütungen sowie für Mengen- und Struktureffekte.
Vor diesem Hintergrund übte Ulrike Elsner auch Kritik an der geplanten Apothekenreform. »Die Reform sieht eine Regelung vor, dass man beim Austausch von nicht lieferbaren Rabattarzneimitteln nicht mehr auf die Wirtschaftlichkeit guckt, sondern auch ein Originalpräparat ausgeben kann. Eine unsinnige Regelung.« Auch die versprochene Erhöhung des Fixums dürfe nicht mit der Gießkanne erfolgen.