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ADKA-Kongress
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Krankenhausapotheke goes digital

Vom 14. bis 16. Mai 2024 findet in Nürnberg der 49. Jahreskongress des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) unter dem Motto »Gemeinsam und digital – Krankenhausapotheken im Wandel« statt. Wie sich der Verband die Krankenhausapotheke der Zukunft vorstellt, schildert Präsident Kim Green gegenüber der PZ.
AutorKontaktCarolin Lang
Datum 22.04.2024  09:00 Uhr
Krankenhausapotheke goes digital

»Die Digitalisierung in den Krankenhäusern und in unseren Krankenhausapotheken hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen«, berichtet Green, der seit Mai 2023 an der Spitze des ADKA-Präsidiums steht und die Krankenhausapotheke des Klinikums Oldenburg leitet. Viele Häuser hätten die finanziellen Förderungsmöglichkeiten durch das im Oktober 2020 in Kraft getretene Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) wahrgenommen und in Projekte zur Digitalisierung investiert – vor allem zur elektronischen Verordnung und Unit-Dose-Versorgung.

Doch reiche der finanzielle Spielraum nicht aus, um sich intensiv mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) zu beschäftigen, räumt Green ein. »Die Berührungspunkte mit KI werden zunehmen und Teile unseres Alltags beeinflussen«, postuliert er. »Mit Blick in eine Glaskugel kann ich mir sehr gut vorstellen, dass KI zunächst in den pharmazeutisch-logistischen Aspekten unserer Arbeit Einzug finden wird und bei der Lagerhaltung, bei den Bestellungen oder auch beim Lieferengpassmanagement unterstützen wird.«

Digitalisierung im Fokus

Wie Krankenhausapotheken digitale Anwendungen heute und in Zukunft alltäglich nutzen können, wird ein Schwerpunkt beim diesjährigen ADKA-Kongress sein. »In Seminaren, Workshops und Satelliten-Symposien werden diese Themen durch Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Fachrichtungen präsentiert und diskutiert«, schildert Green.

Konkret wird es etwa um Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von KI im Bereich der Arzneimittelinformation, um Telepharmazie im Krankenhaus oder um klinisch-pharmazeutisches Arbeiten im digitalen Medikationsprozess gehen.

»Lassen Sie uns gemeinsam diskutieren, wie die zunehmende Digitalisierung uns weiterhin nutzen kann, welche innovativen Prozesse wir unter Nutzung künstlicher Intelligenz vereinfachen oder verbessern können, wie die Krankenhausapotheke der Zukunft aussehen kann und was notwendig ist, um dies umzusetzen«, appelliert Green in einem Grußwort an die Teilnehmenden.

Die Vision des ADKA sei, dass alle Krankenhäuser in Zukunft eine eigene Krankenhausapotheke haben beziehungsweise durch eine solche versorgt werden. »Hierbei arbeiten die Krankenhausapotheken vernetzt und es bestehen Kooperationsmöglichkeiten bei speziellen Leistungen«, führt Green aus. Darüber hinaus sollten alle Krankenhäuser elektronisch verordnen und alle Patienten durch Stationsapotheker betreut werden.

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