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DKFZ warnt
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Kosten für Krebstherapien bald nicht mehr beherrschbar

In Deutschland wird die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen von derzeit 500.000 auf 600.000 bis Ende des Jahrzehnts steigen. Das DKFZ befürchtet, dass das Gesundheitswesen damit nicht mehr fertig wird und fordert deutlich mehr Anstrengungen in der Prävention.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 03.02.2023  16:00 Uhr

40 Prozent aller Krebserkrankungen sind vermeidbar

Ähnlich wie bei der Behandlung bereits erkrankter Menschen müsse auch die Prävention stärker individualisiert werden. Die Vorbeugung müsse sich an speziellen Risikofaktoren eines Menschen orientieren, wie Rauchen, ungesunde Ernährung, Übergewicht, hoher Alkoholkonsum oder Bewegungsmangel. Rund 40 Prozent aller Krebs-Neuerkrankungen könnten vermieden werden, wenn die Menschen krebsfördernde Verhaltensweisen aufgäben.

Bei der Früherkennung spielen digitale Angebote demnach eine immer größere Rolle. So soll bei einer der häufigsten, zugleich aber rückläufigen Krebserkrankungen, dem Darmkrebs, der Zugang mittels Smartphone erleichtert werden. Dabei wird die Stuhlprobe auf eine Testkassette aufgetragen, die sich abhängig vom Hämoglobinwert mehr oder weniger rot färbt. Das Ergebnis wird abfotografiert und über eine App an den Hausarzt verschickt, so die Vorstellung der DKFZ- Forscher, die derzeit eine Studie zu dem Thema auswerten. Weiteres Beispiel für künstliche Intelligenz in der Früherkennung ist eine federführend am DKFZ entwickelte Hautscreening-App, die Auffälligkeiten präziser und früher diagnostiziert als bislang. Unnötige Biopsien würden dadurch vermieden.

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