| Alexandra Amanatidou |
| 14.01.2026 15:45 Uhr |
Eine repräsentative Umfrage der Forsa Gesellschaft im Auftrag des BKK-Dachverbands zeigt die Unzufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit dem Gesundheitssystem. Demnach zweifeln 82 Prozent der Befragten daran, dass diese Regierung eine zukunftsfeste Gesundheitsreform schaffen wird. Zudem bezweifeln 94 Prozent, dass sich das System durch höhere Kassenbeiträge verbessern wird. Konkret gaben 46 Prozent an, dass sich die Gesundheitsversorgung verschlechtern werde, und 48 Prozent, dass sich das System nicht wesentlich verändern werde. Nur drei Prozent glauben, dass sich das System verbessern wird, während drei Prozent mit »ich weiß nicht« antworteten.
Auf die Frage, welche Maßnahmen zur finanziellen Entlastung der Krankenkassen sie unterstützen würden, wünschten sich 48 Prozent eine Anpassung der Ausgaben an die Einnahmen, während nur 13 Prozent Leistungskürzungen befürworteten. 36 Prozent glauben, dass dies durch die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen durch Steuermittel gelingen kann. Dies ist seit Monaten eine zentrale Forderung der Krankenkassen. 19 Prozent glauben, dass keine dieser Maßnahmen weiterhelfen wird. Hier waren mehrere Antworten möglich.
Weiterhin sind 67 Prozent der Befragten für ein Primärversorgungssystem, während sich 24 Prozent dagegen aussprechen. Neun Prozent haben mit »ich weiß nicht« geantwortet. Bei der Befragung wurde Primärversorgung wie folgt definiert: »Ausbau der Digitalisierung sowie eine Grundversorgung durch berufsübergreifende Teams aus Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Gesundheitsberufen, die die Versorgung sowie Steuerung und Koordination der Behandlung der Patientinnen und Patienten übernehmen«.
Zudem stimmten 67 Prozent der Befragten einer digitalen Ersteinschätzung zu, während 30 Prozent dagegen waren und drei Prozent mit »ich weiß nicht« antworteten. »Digital, vor ambulant, vor stationär« lautet hier das Motto.
Außerdem gaben 77 Prozent der Befragten an, mehr Prävention im Leistungskatalog der Krankenkassen sehen zu wollen. Nur 19 Prozent sprachen sich dagegen aus, vier Prozent antworteten mit »ich weiß nicht«. Insgesamt wurden 1.005 Menschen befragt. Die Erhebung wurde vom 12. bis 18. Dezember durchgeführt.