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Aphthen
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Klein und gemein

Aphthen können richtig fies sein. So klein sie mitunter sind, so schmerzhaft können sie sein. Bei kleinen Aphthen können Lokaltherapien die Beschwerden häufig lindern. Welche Arzneimittel können Apotheker im Rahmen der Selbstmedikation empfehlen?
AutorKontaktMaria Pues
Datum 18.09.2020  07:00 Uhr
Lokalanästhetisch, antiseptisch, adstringierend

Lokalanästhetisch, antiseptisch, adstringierend

Für die lokale Schmerztherapie stehen Gele, Salben, Pasten und Lösungen zur Verfügung. Sie enthalten Lidocain (wie Dynexan® Mundgel, Kamistad® Gel, Infectogingi® Gel oder Parodontal® Mundsalbe) oder Polidocanol (wie Recessan® Salbe oder Solcoseryl® akut Paste, die außerdem ein Blutdialysat vom Kalb enthält, das die Abheilung beschleunigen soll). Lokalanästhetika-haltige Arzneimittel sollen vor den Mahlzeiten angewendet werden. Nach der Anwendung von Recessan sollte eine Stunde lang nichts gegessen oder getrunken werden.

Adstringierend wirkt ein Extrakt aus Rhabarberwurzel (wie Pyralvex® Lösung, die außerdem Rhein und Salicylsäure enthält). Die Lösung wird dreimal täglich nach dem Essen und Zähneputzen aufgetragen. Anschließend soll der Mund 15 Minuten lang nicht ausgespült werden. Antiseptische Mundspüllösungen sollten verhindern, dass sich Keime im Bereich der Aphthen ansiedeln. Sie enthalten unter anderem Chlorhexidin (wie Hexal® Lösung oder Chlorhexamed® Lösung).

Zur Abdeckung der empfindlichen Stellen kann eine Harzlösung aus Myrrhe, Benzoe und Kolophonium (wie Legased® natur Lösung) angewendet werden. Sie sollte möglichst auf die trockene Stelle aufgetragen werden; ein anschließendes Ausspülen des Mundes mit Wasser beschleunigt die Filmbildung. Ähnlich wirkt eine Lösung mit einem Cellulosederivat (Urgo® Aphthen). Auch Hyaluronsäure (wie in BloXaphte®), unter anderem in Kombination mit Dexpanthenol, kann hierfür eingesetzt werden. Ebenfalls rezeptfrei erhältlich ist Triamcinolonacetonid in Form spezieller Tabs (Aftab® Hafttabletten). Sie sollten stärkeren Beschwerden vorbehalten bleiben. Vor der erstmaligen Anwendung sollte ein Arzt befragt werden.

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