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EPA-Testphase
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KBV spricht von schwierigem Start

Seit dem 15. Januar läuft die Testphase der elektronischen Patientenakte (EPA) in den Modellregionen Franken, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Sibylle Steiner, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), spricht jetzt von einem schwierigen Start und warnt angesichts der Sicherheitsprobleme vor einem verfrühten bundesweiten Roll-out. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 21.02.2025  11:10 Uhr

Start im April zu früh? 

Ursprünglich sollte die EPA schon Mitte Februar in ganz Deutschland eingeführt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit hat den Roll-out aufgrund der Sicherheitsbedenken auf April verschoben. Doch Sibylle Steiner hält auch das für verfrüht: »Ich finde, jetzt bereits wieder zu einem frühen Zeitpunkt, voreilig auch, einen Start zu verkünden, finde ich sowohl verfrüht als auch verfehlt an dem Punkt und das auch angesichts der Tatsachen, dass wir einen schwierigen, wenn nicht sogar zähen Start in den Modellregionen hatten, was den Testbetrieb der EPA angeht.« Neben der KBV sprechen sich auch die in den Modellregionen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) für einen späteren bundesweiten EPA Roll-out aus

Die KBV-Vorständin adressierte am Ende ihrer Videobotschaft die Verantwortlichen in der Politik: »Wir erwarten, dass das BMG sich an die Gematik-Beschlüsse hält und natürlich auch an die eigene Zusage, dass man erst dann in einen flächendeckenden Rollout geht, wenn die EPA sich in der Praxis bewährt hat, also sie funktioniert im Praxisbetrieb und alle Sicherheitslücken geschlossen sind.«

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