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Lieferengpässe
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KBV kanzelt Vorschläge von BÄK-Präsident ab

In der Debatte um die Arzneimittel- »Flohmärkte« erhalten die Apotheker nun ungewohnte Rückendeckung von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die KBV geht mit den Vorschlägen von Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt, der einen solchen Handel von Medikamenten gefordert hatte, hart ins Gericht.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 19.12.2022  16:00 Uhr

KBV fordert Engpass-Sondermaßnahmen

Um die Lieferengpässe in den Griff zu bekommen, schlägt die KBV Krisen-Maßnahmen vor – ähnlich wie sie in der Coronavirus-Pandemie eingeführt wurden. »Jetzt ist das Bundesgesundheitsministerium gefragt, so schnell wie möglich die fehlenden Arzneimittel zu beschaffen. Wir brauchen Sonderregelungen und Sofortmaßnahmen wie zu Beginn der Corona-Pandemie, als auf dem internationalen Markt knappe Materialien wie Masken und Schutzkleidung nach Deutschland geholt werden mussten. Das ist eine echte Krisensituation, die wir meistern müssen«, erklärte Gassen. Hofmeister fügte hinzu, dass man zu abhängig geworden sei von der Produktion im Ausland.

Und weiter: »Auch die Rabattverträge der Krankenkassen müssen in ihrer jetzigen Bedeutung und Form überdacht werden. Diese haben dafür gesorgt, dass sich Hersteller teilweise zurückgezogen haben aus der Herstellung nun dringend gebrauchter Medikamente«, sagte KBV-Chef Gassen.

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