| Lukas Brockfeld |
| 02.04.2026 16:00 Uhr |
Für Hermes ist eine grundlegende Neuaufstellung des GKV-Systems alternativlos. »Wer jetzt nur mit Einsparlisten reagiert, wird in wenigen Jahren dieselben Debatten erneut führen. Wer dagegen die Systemlogik neu sortiert, kann Solidarität, Eigenverantwortung und Wettbewerb erstmals widerspruchsfrei zusammenbringen«, zitiert »t-online« den IKK-Chef.
Es erscheint jedoch unwahrscheinlich, dass es in naher Zukunft zu einer solchen grundlegenden Neuaufstellung kommt. Schon die deutlich weniger radikalen Vorschläge der Finanzkommission stoßen auf erheblichen Widerstand. So reagierten Vertreterinnen und Vertreter der Apothekerschaft mit »Entsetzen« auf die Möglichkeit einer gestaffelten Anhebung des Apothekenfixums. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, warnte vor dem Wegfall von Millionen Arztterminen und erklärte, dass er mit Protestmaßnahmen der Ärzteschaft rechne. Und die Pharmahersteller sehen sich zu Unrecht belastet und warnen vor Versorgungseinschränkungen.