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GKV-Versicherte
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Kassen wollen Zugriff auf Terminvergabe

GKV-Versicherte müssen laut einer Umfrage länger auf einen Arzttermin warten als vor fünf Jahren. Der GKV-Spitzenverband sieht eine Ungleichbehandlung zwischen privat und gesetzlich Versicherten und will bei der Terminvergabe mitreden. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kann sich bei Bevorzugung sogar Honorarkürzungen vorstellen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 03.02.2025  14:30 Uhr
Lauterbach: Allein Dringlichkeit entscheidet

Lauterbach: Allein Dringlichkeit entscheidet

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) postete als Reaktion auf die Umfrage bei Instagram: »Die Diskriminierung von Kassenpatienten muss beendet werden.« Allein die Dringlichkeit dürfe bei der Terminvergabe ausschlaggebend sein. Falls Praxen Private bevorzugen, sollten »Honorarkürzungen der GKV« die Folge sein, so der Minister.

Dass die Kassen sich »für einen diskriminierungsfreien Zugang der gesetzlich Versicherten zur ambulanten ärztlichen Versorgung« einsetzten, sei bekannt, teilte GKV-SV-Sprecher Florian Lanz zudem der PZ mit.  Bei der Terminvergabe müsse es »zu 100 Prozent um die medizinische Notwendigkeit« gehen und »nicht darum, ob jemand GKV- oder PKV-versichert ist«. Dabei spiele keine Rolle, »durch wen oder was die Termine vermittelt werden«. 

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