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Gesundes-Herz-Gesetz
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Kassen sehen bisherige Prävention vor dem Aus

Heute Nachmittag diskutieren die Bundestagsabgeordneten in erster Lesung über den Entwurf des Gesetzes zur Stärkung der Herzgesundheit (Gesundes-Herz-Gesetz). Die Krankenkassen erneuerten vorab ihre Kritik an den Plänen und forderten, den Entwurf grundlegend zu überarbeiten. Sie warnen vor hohen Zusatzkosten und sehen die bisherigen Präventionsangebote in Gefahr.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 06.11.2024  12:52 Uhr

TK fordert zielgerichtete Prävention

Die Techniker Krankenkasse (TK) bemängelte ebenfalls, dass das Gesetz bei evidenzbasierten und wirksamen Präventionsangeboten den Rotstift ansetze. Zwar müsse die Herzkreislaufgesundheit der Menschen in Deutschland verbessert werden. »Aber nicht mit noch mehr Pillen, noch mehr Check-ups und einer Aufblähung von DMP-Programmen, wie jetzt mit dem GHG geplant«, betonte TK-Chef Jens Baas. Er forderte hingegen, die Herzgesundheit mit zielgerichteter Prävention und nachhaltiger Lebensstiländerung zu verbessern, konkret mit mehr Bewegung, gesunder Ernährung und Stressreduktion. »Das klingt vielleicht langweilig und mühsam, ist aber langfristig der beste Weg, um nachhaltig und nebenwirkungsfrei die Herzgesundheit der Menschen zu stärken«, machte Baas deutlich.

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