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Too young to lead?
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Junge Führungskräfte unterschätzt und diskriminiert

Altersstereotype prägen die Wahrnehmung von Führungskräften, wie eine Studie zeigt. Junge Erwachsene gelten als kreativ und innovativ, aber weniger kompetent und zuverlässig. Ihre tatsächliche Leistung ist zweitrangig – mit Folgen für Arbeitswelt und Gesellschaft.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 04.09.2025  13:00 Uhr

Gemischte Teams, flexible Modelle

Das Problem ist: Altersbezogene Stereotypen passen nicht zu den Rollenerwartungen einer Führungskraft. Durch ihre Haltung verstärken Ältere diese Diskrepanz zusätzlich. Den jungen Menschen ist es praktisch unmöglich, die wahrgenommene Inkompetenz durch andere Qualitäten zu kompensieren.

Das Fazit der Studienautorinnen und -autoren: Alter prägt offenbar ähnlich stark wie Geschlecht die Wahrnehmung von Führungskompetenz. Ihrer Ansicht nach müssen Unternehmen und Organisationen strukturelle Lösungen finden, um Altersstereotype zu durchbrechen – etwa durch altersgemischte Teams, Sensibilisierungsprogramme gegen unbewusste Vorurteile oder flexible Führungsmodelle.

Denn eine solche Voreingenommenheit könne das Potenzial junger Menschen ausbremsen. Das habe nicht nur Folgen für deren Karriere, sondern auch für Arbeitgeber und Gesellschaft, heißt es. Eine moderne Gesellschaft könne sich diese Diskriminierung nicht leisten, daher sei ein schnelles Umdenken gefragt.

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