Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Ausbruch im Kongo
-
Ist die unbekannte Erkrankung eine Vergiftung?

Es klingt wie eine Art Entwarnung: Eventuell wurden die jüngsten Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo nicht durch eine unbekannte Infektion, sondern durch verunreinigtes Wasser verursacht. Die Ursachensuche läuft aber noch.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 04.03.2025  16:00 Uhr
Keine zeitliche und räumliche Ausbreitung der Krankheit

Keine zeitliche und räumliche Ausbreitung der Krankheit

Seit dem ersten Cluster von Todesfällen, das am 9. Februar 2025 gemeldet wurde, ist die Zahl der Todesfälle insgesamt zurückgegangen. Das meldet die WHO in einem Situationsbericht vom 3. März. Der letzte Todesfall wurde demnach am 22. Februar 2025 gemeldet: »Die aktuellen epidemiologischen Informationen deuten auf ein lokal begrenztes Ereignis mit einem stetigen Rückgang der Inzidenz hin, das sich nicht zeitlich und örtlich ausweitet.«

Aufgrund des klinischen Erscheinungsbildes der Todesfälle und der Schnelligkeit, mit der die Symptome einsetzten, gelten derzeit eine schnell auftretende bakterielle Meningitis oder eine Kontamination durch eine chemische Vergiftung als Schlüsselhypothesen. Die Ursachensuche sei noch nicht abgeschlossen. Die Untersuchungen vor Ort und zusätzliche Labortests seien im Gange, einschließlich Untersuchungen der Liquorflüssigkeit und die toxikologische Analyse von Umweltproben, vor allem Wasserproben.

Insgesamt hätten 1318 Patienten die unbekannte Erkrankung entwickelt, berichtet die WHO. Die Hälfte der Malaria-Tests, die bei diesen Personen durchgeführt wurden, fiel positiv aus. »Auf der Grundlage der vorliegenden Informationen stuft die WHO das lokale Gesundheitsrisiko als mäßig und das nationale und globale Gesundheitsrisiko als gering ein.«

Mehr von Avoxa