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Schwangerschaftsdiabetes
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Insulin ist oralen Antidiabetika überlegen

So manche Schwangere mit Gestationsdiabetes würde wohl lieber eine Tablette schlucken als Insulin zu spritzen. Eine niederländische Studie hat untersucht, ob Metformin plus ein Sulfonylharnstoff eine gleichwertige Alternative sein können.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 14.01.2025  18:00 Uhr

Unterschiede in diversen Endpunkten

Laut den Ergebnissen war Metformin plus gegebenenfalls Glibenclamid nicht gleichwertig zu einer Insulintherapie bei Gestationsdiabetes. Unter Insulin kamen 19,9 Prozent der Kinder gemessen am Gestationsalter »zu groß« auf die Welt im Vergleich zu 23,9 Prozent unter oralen Antidiabetika. Zudem traten Unterzuckerungen unter oraler Therapie fast doppelt so häufig auf als unter Insulin (20,9 versus 10,9 Prozent), was allerdings vermutlich vor allem dem Sulfonylharnstoff geschuldet war. Orale Antidiabetika hatten auch mehr Nebenwirkungen, am häufigsten Übelkeit (39 versus 13 Prozent), Durchfall (39 versus 5 Prozent), Kopfschmerzen (20 versus 13 Prozent) und Erbrechen (15 versus 1,7 Prozent). Bei den anderen Endpunkten fanden sich hingegen keine Unterschiede.

Insgesamt erreichte die orale Therapie damit nicht das Ziel der Nicht-Unterlegenheit. Vorerst bleibe Insulin das Maß aller Dinge, heißt es in einem Kommentar zur Studie.

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