Influvac S ist mit Influvac identisch. / © Viatris
Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in diesem Herbst und Winter bereits 176.312 Menschen in Deutschland laborbestätigt an Influenza erkrankt. Die Grippeaktivität war in der ersten Februarwoche mit bislang 24.305 gemeldeten Fällen unverändert hoch und traf alle Altersgruppen. Bislang gab es 907 Todesfälle mit laborbestätigter Influenza-Infektion, fast alle waren über 60 Jahre alt.
Derzeit sind bereits viele der für die laufende Saison vorgesehenen trivalenten Influenza-Impfstoffe als abverkauft gemeldet. Das PEI hatte rund 19,3 Millionen für Deutschland vorgesehene Impfdosen freigegeben, was knapp unter dem Vorjahresbedarf liegt.
Um der weiteren Nachfrage in der aktuellen Saison nachzukommen, hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Zulassungsinhaber Viatris gestattet, vom 15. Februar bis zum 30. April seinen Impfstoff Influvac in italienischer Kennzeichnung auf den Markt zu bringen. Das Produkt sei pharmazeutisch identisch mit dem hier verwendeten Impfstoff. Es unterscheidet sich lediglich in den Packmitteln, aber auch im Handelsnamn (»Influvac S« statt »Influvac«). Auch die Zulassung ist identisch. Influvac S kann bei Erwachsenen inklusive Schwangerer sowie Kindern ab einem Alter von sechs Monaten verimpft werden.
Die Pharmazentralnummer lautet 20373275. Die Kennzeichnung auf dem Spritzen-Etikett, in der Gebrauchsinformation sowie die Kennzeichnung der Faltschachtel sind in italienischer Sprache. Die deutschsprachigen Fach- und Gebrauchsinformationen stehen auf der PEI-Website zum Download bereit. Aktuell handelt es sich um die Charge L11, haltbar bis 30. April 2026.
Bereits vor einem Monat war der Import des hoch dosierten Grippeimpfstoffs Efluelda® für Menschen ab 60 Jahren in italienischer Aufmachung gestattet worden. Kurz vor Weihnachten hatte das PEI noch vermeldet, dass es trotz Abverkaufsmeldungen keine flächendeckende Knappheit gebe.