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Wirtschaftsticker - Archiv

07.06.2004  00:00 Uhr

Wirtschaftsticker

Sandoz will Sabex

Sandoz, die Generika-Sparte des schweizerischen Pharmakonzerns Novartis, will die kanadische Sabex Holdings Ltd. übernehmen. Wie Novartis am Montag in Basel ankündigte, soll der Kaufpreis 565 Millionen US-Dollar (rund 450 Millionen Euro) betragen. Die kanadische Firma mit Sitz in Boucherville (Quebec) setzte im Geschäftsjahr 2003/04 rund 90 Millionen Dollar um. Mit dem Kauf verschaffe sich Novartis besseren Zugang zum weltweit sechstgrößten Markt für patentfreie Nachahmer-Produkte, hieß es. Der Umsatz der Novartis-Generika-Sparte lag 2003 bei 2,9 Milliarden Dollar. Das waren rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes des Konzerns, der 24,9 Milliarden Dollar erreichte dpa

Vivantes spart beim Putzen

Der Klinikkonzern Vivantes will nach einem Bericht der „Berliner Zeitung" die Reinigung seiner neun städtischen Krankenhäuser an das Unternehmen Zehnacker vergeben und dadurch die Kosten um rund 3 Millionen Euro pro Jahr senken. Der Auftrag selbst hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro im Jahr. Jetzt gebe es aber Streit um die Auftragsvergabe mit dem unterlegenen Anbieter, eine Bietergemeinschaft der Berliner Unternehmen GegenbauerBosse und GRG, die vor der Vergabekammer Beschwerde eingelegt habe. „Wir haben uns für das beste Angebot entschieden", sagte die Sprecherin von Vivantes, Fina Geschonneck, der Zeitung dazu. PZ/dpa

Jerini plant 2005 Börsengang

Das Berliner Biotech-Unternehmen Jerini AG plant im kommenden Jahr den Börsengang. Wenn das finanzpolitische Umfeld stimmt, ist eine Börsennotierung bis Mitte 2005 denkbar, sagte der Wissenschaftsvorstand Jochen Knolle. Angestrebt werden eine Notierung in Frankfurt am Main oder auch Zürich. Die aus einem Börsengang fließenden Mittel sollen für Marketing eingesetzt werden. Junge Unternehmen in der Branche könnten international nur mit einem eigenen Marketing bestehen. Die 1994 als Ausgründung der Humboldt Universität entstandene Jerini hat rund 90 Mitarbeiter und kürzlich mit dem Pharmakonzern Merck ein Lizenz- und Kooperationsabkommen zur Entwicklung eines Krebsmedikaments geschlossen. Das Medikament soll bis 2006 auf den Markt kommen. dpa

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