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Wirtschaftsticker - Archiv

24.05.2004
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Wirtschaftsticker

Klinik-Ausgaben steigen

Trotz weniger Klinikbetten und kürzerer Behandlungsdauer haben sich die Ausgaben der AOK Thüringen für die Krankenhausbehandlung in den vergangenen sechs Jahren um 20 Prozent erhöht. Von 1998 bis 2003 seien die Ausgaben je Krankheitsfall von 3031 auf 3160 Euro gestiegen, teilte die Krankenkasse am Dienstag in Erfurt mit. Krankenhausleistungen nehmen über 40 Prozent des AOK-Haushalts in Anspruch. Die Zahl der Klinikbetten sank im gleichen Zeitraum von mehr als 18.000 auf unter 17.000. dpa

Riguzzi neuer Hartmann-Chef

Der neue Vorstandschef des Medizin- und Pflegeprodukteherstellers Paul Hartmann heißt Rinaldo Riguzzi. Das teilte das Unternehmen am Montag in Heidenheim mit. Der 58-jährige Schweizer ist bereits Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Paul Hartmann AG und für Westeuropa verantwortlich. Der promovierte Betriebswirt wird zum 1. Juni Nachfolger des Ende Februar überraschend ausgeschiedenen Ulrich Hemel. Der Konzern setzt rund 1,3 Milliarden Euro um. dpa

Rhön-Kliniken wollen Vivantes

Für den überschuldeten Berliner Klinikkonzern Vivantes gibt es ein Übernahmeangebot der Rhön-Klinikum AG. Der größte private Krankenhausträger sei bereit, mit bis zu 75 Prozent die Mehrheit an Vivantes zu übernehmen und dem Land dennoch eine Sperrminorität einzuräumen, sagte der FDP-Abgeordnete Martin Matz am Montag. Zudem wolle der Bieter 200 Millionen Euro frisches Kapital in den defizitären Konzern stecken und bei Abschluss eines Haustarifvertrages auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Die Senatsverwaltung für Finanzen bestätigte das Angebot. dpa

Ärzte haben Liquiditätsprobleme

Zahlungsprobleme ihrer Patienten bringen Ärzte zunehmend in Schwierigkeiten. „Immer mehr Mediziner sagen uns: Wir haben echte Liquiditätsprobleme“, sagte Gerti Hönings, Geschäftsführerin des zur EOS-Gruppe zählenden Süddeutschen Inkassodienstes (SiD), dem Wirtschaftsmagazin Euro. Die Ärzte leiden unter der steigenden privaten Verschuldung. Hinzu kommen bei den Medizinern kaufmännische Defizite: „Ärzte und ihr Personal sind im Mahnwesen meist nicht geschult.“ PZ Top

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