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BASF verkauft Pharmasparte an Abbott Laboratories

18.12.2000
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BASF verkauft Pharmasparte an Abbott Laboratories

dpa/PZ

Der Chemiekonzern BASF hat seine Pharmasparte für 6,9 Milliarden Dollar (rund 7,8 Milliarden Euro) an Abbott Laboratories in Illinois/USA verkauft. Die Vereinbarung umfasst alle deutschen und internationalen Aktivitäten von BASF Pharma, wie am 15. Dezember in Ludwigshafen mitgeteilt wurde.

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Professor Jürgen Strube sagte: "Unsere Zukunft liegt in innovativer Chemie, unserem hocheffizienten Verbundsystem und unserer globalen Präsenz." Nach dem Verkauf werde die BASF mehr als die Hälfte ihres Umsatzes in so genannten konjunkturrobusten Arbeitsgebieten erzielen. Der Erlös mache Investition und Akquisitionen möglich, die das Kerngeschäft stärken. Weitere Schwerpunkte seien das laufende und künftige Aktienrückkaufprogramm und das Verringern von Finanzschulden. Mit einem Umsatz von 29,5 Milliarden Euro und 105 000 Mitarbeitern (1999) ist die BASF eines der weltweit führenden Chemieunternehmen.

Da Abbott nach eigener Aussage sowohl in den USA als auch in Europa stark wachsen wolle, sei kein nennenswerter Stellenabbau zu befürchten. Vielmehr seien die Perspektiven nun weitaus günstiger als im BASF-Verbund, sagte Strube am 15. Dezember in einem Gespräch mit dpa. Die Belegschaft habe auf einer Betriebsversammlung in Ludwigshafen daher bereits positiv auf die Transaktion reagiert. Dazu habe sicher auch beigetragen, dass der US-Konzern seine Deutschland-Aktivitäten von Ludwigshafen aus steuern wolle.

Abbott steht zum Knoll-Standort

BASF Pharma beschäftigt weltweit über 11.000 Mitarbeiter und steigerte 1999 den Umsatz um 19 Prozent auf 2,483 Milliarden Euro. Dieses Jahr soll der Umsatz etwa 2,6 Milliarden Euro ausmachen. Der Vorstandsvorsitzende von Abbott, Miles D. White, sagte, sein Unternehmen stehe zum Standort Ludwigshafen, wo die Knoll AG angesiedelt ist. In ihr sind die Pharmaaktivitäten der BASF zusammengefasst. Knoll verstärke Abbotts Position als ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen durch Umsatzzuwachs, erweiterte Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie ein solides Geschäft besonders in Europa und Japan. Erworben werde eine führende Plattform in der monoklonalen Antikörpertechnologie sowie eine starke Pipeline auf dem Gebiet der Immunologie. Der Verkauf soll nach der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsehörden im ersten Quartal 2001 in Kraft treten.

Abbott Laboratories beschäftigt 58 000 Mitarbeiter in 130 Ländern und erzielte 1999 einen Umsatz von 13,2 Milliarden Dollar sowie ein Vorsteuerergebnis von 2,4 Milliarden Dollar. Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,57 Dollar.

Da Abbott nach eigener Aussage sowohl in den USA als auch in Europa stark wachsen wolle, sei kein nennenswerter Stellenabbau zu befürchten. Vielmehr seien die Perspektiven nun weitaus günstiger als im BASF-Verbund, sagte Strube am 15. Dezember in einem Gespräch mit dpa. Die Belegschaft habe auf einer Betriebsversammlung in Ludwigshafen daher bereits positiv auf die Transaktion reagiert. Dazu habe sicher auch beigetragen, dass der US-Konzern seine Deutschland-Aktivitäten von Ludwigshafen aus steuern wolle. Top

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