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Standort Köln war richtig

04.12.2000
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EXPOPHARM

Standort Köln war richtig

von Bernd Theimann, Eschborn

Die Erwartungen des Veranstalters in die diesjährige internationale pharmazeutischen Fachmesse Expopharm sind nicht nur mit insgesamt 21 000 Fachbesuchern übertroffen worden. Wegen langfristiger Termin- und Planungssicherheit wurde Köln und nicht wie bisher Düsseldorf als Messestandort gewählt. Offensichtlich haben sich auch viele Firmen nach einigen Jahren Pause wieder für eine Präsenz auf der Fachmesse entschieden. Die im Anschluss an die Expopharm durchgeführten repräsentativen Befragungen bei den Besuchern und Ausstellern bestätigten Köln als die richtige Standortentscheidung.

In ganz besonderem Maße bestätigte sich in Köln das Konzept der jährlich wechselnden Standorte mit dem Ziel einer möglichst hohen regionalen Abdeckung der Besucher. Denn aus Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern kamen über 60 Prozent der Fachbesucher. Die Apothekerinnen und Apotheker sowie das Apothekenpersonal stellten mit 72 Prozent den größten Besucheranteil der Expopharm dar (Düsseldorf 1997: 69 Prozent), gefolgt von Besuchern aus der Industrie, dem Dienstleistungssektor, Pharmagroßhandel, den Universitäten, Hoch- und Fachschulen.

Ergebnisse der Besucherbefragung

66 Prozent der Besucher teilten mit, ihr Ziel auf der Messe erreicht zu haben. Im Vergleich zu Düsseldorf 1997 (56 Prozent) ist dies ein deutlich höherer Anteil. Das Besucherinteresse galt vor allem den Arzneimitteln (68 Prozent), gefolgt von Dienstleistungen (35 Prozent), EDV/Kommunikation (33 Prozent), Ernährung und Hygiene (32 Prozent), Labor/Praxis/Krankenpflege (25 Prozent), Apothekeneinrichtungen (24 Prozent).

Bei der Gesamtbeurteilung bewerteten 76 Prozent der Besucher die Expopharm mit "gut" (in Düsseldorf 1997 gaben 68 Prozent diese Note). Entsprechend hoch sind ihre Absichten, im September 2001 nach München zu kommen. 77 Prozent aller Befragten beurteilten den Messestandort Köln mit "gut". Bei Besuchern aus Nordrhein-Westfalen fiel diese Bewertung mit 83 Prozent natürlich deutlich höher aus.

Optimismus drückten die Antworten auf die Frage nach der voraussichtlichen Entwicklung ihres Geschäftes im Vergleich zum Vorjahr aus. 14 Prozent schätzten ihre Geschäftsentwicklung noch besser ein (Leipzig 1999: 7 Prozent) und 55 Prozent beurteilten ihre voraussichtliche Entwicklung als unverändert gut (Leipzig 1999: 47 Prozent).

Ergebnisse Ausstellerbefragung

Der Stellenwert der Expopharm wird von den Ausstellern für unverändert hoch gehalten. 86 Prozent der Befragten halten sie für die wichtigste pharmazeutische Fachmesse. Dies deckt sich mit den Ergebnissen von Leipzig 1999 und München 1998. Als wichtigste Ziele für eine Messebeteiligung nannten 67 Prozent die Aufnahme neuer Geschäftsverbindungen, 59 Prozent Repräsentation, PR, Imagepflege sowie die Intensivierung bestehender Geschäftsverbindungen. Insgesamt bewerteten über 80 Prozent der befragten Aussteller das Erreichen dieser Ziele als positiv.

70 Prozent der Aussteller halten Deutschland für den wichtigsten Markt in Westeuropa, gefolgt von Österreich (34 Prozent), der Schweiz (27 Prozent), Italien und Frankreich (je 18 Prozent), Spanien (16 Prozent) sowie Großbritannien (15 Prozent). Die interessantesten Absatzmärkte Osteuropas sind Polen (12 Prozent), Tschechien (10 Prozent), Ungarn (9 Prozent) sowie Rußland (8 Prozent).

Die Gesamtbeurteilung der Expopharm durch die Aussteller wurde von 49 Prozent mit sehr gut/gut und von 35 Prozent mit befriedigend angegeben. Damit ist im Vergleich zum Vorjahr ein erheblicher Anstieg der Ausstellerzufriedenheit festzustellen. 87 Prozent stuften die fachliche Qualifikation der Besucher als sehr hoch ein. Auch die Erwartungen in das Nachmessegeschäft war in Köln deutlich höher als in Leipzig.

Die Auswirkungen der aktuellen Gesundheitspolitik auf die branchenwirtschaftliche Situation wurde in Köln insgesamt weniger pessimistisch gesehen als 1999 in Leipzig und 1998 München. Dies deckt sich auch in etwa mit der Frage nach der Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr, die in Köln ebenfalls besser beurteilt wurde als in Leipzig und München. Top

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