Pharmazeutische Zeitung online

Neuregelung für geringfügig Beschäftigte

15.10.2001
Datenschutz bei der PZ

Neuregelung für geringfügig Beschäftigte

von Ann Hörath, Berlin

Die volle Steuerlast greift für das ganze Jahr, wenn ein geringfügig beschäftigter Arbeitnehmer im laufenden Kalenderjahr in ein Vollbeschäftigungsverhältnis wechselt. Das sollten Apotheker beachten, wenn sie Arbeitsverträge für Ehepartner oder andere in ihrem Geschäft Beschäftigte nachträglich umstellen wollen.

Nach dem Gesetz zur Neuregelung der geringfügig Beschäftigungsverhältnisse ist der Lohn nur dann steuerfrei, wenn die Summe der anderen Einkünfte des Arbeitnehmers im laufenden Kalenderjahr nicht positiv ist und der Arbeitgeber für das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung im jeweiligen Lohnzahlungszeitraum die pauschalen Rentenversicherungsbeiträge von 12 Prozent entrichtet (§ 3 Nr. 39 Einkommensteuergesetz). Diese Rechtfertigung der Steuerfreiheit entfällt, wenn der Arbeitnehmer in ein "normales" Dienstverhältnis wechselt und durch seine Vollbeschäftigung positive Einkünfte im laufenden Kalenderjahr erzielt. Das bedeutet: Wird ein Mitarbeiter zum Beispiel neun Monate im Jahr als geringfügig Beschäftigter und drei Monate als Vollzeitbeschäftigter eingestellt, müssen für das gesamte Jahreseinkommen Steuern bezahlt werden. Top

© 2001 GOVI-Verlag
E-Mail: redaktion@govi.de

Mehr von Avoxa