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Stada

Achtes Rekordjahr in Folge

01.09.2003
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Stada: Achtes Rekordjahr in Folge

von Bernd Theimann, Frankfurt am Main

Stada ist weiter auf Erfolgskurs: Das Unternehmen wird im Jahr 2003 das achte Rekordjahr in Folge verzeichnen können. Wie der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff bei der Präsentation der Halbjahreszahlen ausführte, bestätigten die erneuten Rekordergebnisse bei Umsatz und Ertrag im 1. Halbjahr 2003 die erfolgreiche Wachstumsstrategie von Stada.

Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2003 mit einem Umsatz von 358,6 Millionen Euro (plus 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) und einem Konzerngewinn 23,2 Millionen Euro (plus 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) Spitzenergebnisse erzielt. In den drei Kernbereichen Generika, Marken und Spezialpharmazeutika lag das Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 bei plus 28 Prozent. Der Umsatzanteil dieses größten Kernsegments des Konzerns liegt bei 73 Prozent.

Im größten nationalen Markt der EU, Deutschland, der unverändert mit einem Anteil von 53 Prozent am Konzernumsatz auch der größte nationale Markt für Stada ist, konnte der Umsatz von 190,1 Millionen Euro um 14 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Der Umsatz im Generikasegment konnte sogar um 18 Prozent auf 138,6 Millionen Euro gesteigert werden. Damit ist Stada unverändert der drittgrößte Generikaanbieter im deutschen Markt.

Hohe Umsatzbedeutung des Lipidsenkers

Ein wichtiges Ereignis im Kernsegment Generika im 1. Halbjahr 2002 war die Einführung von Produkten mit dem neu patentfrei gewordenen Wirkstoff Simvastatin in Deutschland und verschiedenen anderen europäischen Märkten. Simvastatin ist der erste patentfreie Lipidsenker aus der Wirkstoffklasse der Statine. Die bisherigen Ergebnissen nach der Einführung in den deutschen Markt im Mai 2003 bestätigen die hohe Umsatzbedeutung dieses Wirkstoffes für den Konzern. Bis Ende Juni sind Generikaumsätze mit diesem Wirkstoff in Deutschland bereits 6,1 Millionen Euro und konzernweit 10,2 Millionen Euro erzielt worden. Spätestens im Jahre 2005 erwartet Stada mit diesem Produkt ein Umsatzvolumen von 25 bis 30 Millionen Euro. Das Unternehmen geht davon aus, dass Simvastatin voraussichtlich langfristig der Wirkstoff mit dem zweitgrößten Umsatz im Konzern werden wird.

Riesiges Marktpotential

Stada sieht in den aktuellen Erfolgen und Wachstumspotenzialen des Unternehmens die Bestätigung für die richtige strategische Positionierung: Konzentration auf so genannte Multisource-Produkte, das heißt Arzneimittel, Medizin- oder Gesundheitsprodukte, die ohne eigene kostenintensive und riskante Grundlagenforschung nach neuen Wirkstoffen zugänglich sind. Allein im Jahre 2004 laufen für zwölf wichtige Wirkstoffe mit einem Marktvolumen von 790 Millionen Euro die Patente aus und sind damit für Stada generisch verfügbar. Allein in den wichtigsten Ländern der EU (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien) werden von 2003 bis 2007 Wirkstoffe mit einem heutigen Umsatzvolumen von etwa 7,2 Milliarden Euro frei und stehen damit für Generika als Marktpotential zur Verfügung. Seine Entwicklungsstärke sieht das Unternehmen auch in der großen Zahl der jährlichen Neueinführungen: Allein im ersten Halbjahr 2003 wurden konzernweit 183 Neuprodukte eingeführt (1. Halbjahr 2002: 107 eingeführte Neuprodukte).

Reform ohne Auswirkungen

Aus heutiger Sicht, so der Stada-Chef, werde die Wachstumsdynamik des Konzerns von der geplanten Gesundheitsreform voraussichtlich nicht signifikant beeinträchtigt. So werde sich zum Beispiel die geplante Bonusregelung für Ärzte ebenso wie die geplante Einführung einer Patientenzuzahlung tendenziell positiv für Stada auswirken. Der Ersatz der Regelungen zum unteren Preisdrittel bei Substitutionsprodukten durch eine Festbetragsregelung, die Veränderungen bei den Distributionsrabatten, die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung sowie die Änderungen in der Arzneimitteldistribution sind nach Einschätzung des Vorstands als für Stada neutral zu werten.

Vor diesem Hintergrund, so Retzlaff, „sind wir unverändert optimistisch gestimmt. Nach wie vor erwarten wir, dass mit prozentual zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag 2003 ein neues Rekordjahr wird und ungeachtet etwaiger gesundheitspolitischer Einflüsse erwarten wir zudem, das sich das prozentual zweistellige Wachstum von Umsatz und Ertrag auch 2004 fortsetzen wird.“ Top

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