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Wenning will auf Wachstumspfad

05.08.2002
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Bayer

Wenning will auf Wachstumspfad

dpa  Der neue Vorstandschef des Bayer-Konzerns, Werner Wenning, will den Chemie- und Pharmariesen im kommenden Jahr auf einen nachhaltigen Wachstumspfad bringen. 2002 sei ein Jahr des Übergangs, erklärte Wenning bei der Vorlage der Halbjahreszahlen des Unternehmens Leverkusen.

Umsatzausfälle in Höhe von 7 Prozent im fortlaufenden Geschäft führten bei Bayer in den ersten sechs Monaten 2002 zu einem Gewinneinbruch. So verschlechterte sich das operative Ergebnis vor Sonderposten um 44 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro, hieß es in einem Aktionärsbrief des Unternehmens.

Für den weiteren Geschäftsverlauf gebe es keine Hinweise auf eine deutliche Erholung: „Wir können keine Anzeichen für einen spürbaren Aufschwung noch in diesem Jahr erkennen“, betonte Wenning. Auf Grund der bereits erzielen und noch zu erwartenden Veräußerungserlöse werde trotz der schlechten Konjunkturaussichten aber ein höherer Konzerngewinn erwartet als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr lag dieser mit 0,9 Milliarden Euro 19 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Der Konzernumsatz lag bei 14,3 Milliarden Euro.

Das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld und die Umsatzausfälle durch die Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay im August 2001 hätten den Geschäftsverlauf stark beeinträchtigt. Hohe Priorität habe im laufenden Jahr die Neuordnung des Konzerns und die schnelle Eingliederung von Aventis CropScience. Mit Sparmaßnahmen wolle das Unternehmen in diesem Jahr die Kosten zudem um 500 Millionen Euro senken. Top

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