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BGH beschäftigt sich mit Anzag

03.05.2004
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BGH beschäftigt sich mit Anzag

von Thomas Bellartz, Berlin

Kaum drei Monate sind vergangen, da ist klar, dass sich Sanofi-Synthelabo den Aventis-Konzern einverleibt. Bei der von Sanacorp anvisierten Fusion mit Großhandels-Konkurrent Anzag dauert das Verfahren seit Jahren. Doch das Ende naht.

Am kommenden Dienstag wird sich Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem Anliegen der Sanacorp auseinandersetzen. Der genossenschaftliche Pharmagroßhändler aus dem bayerischen Planegg ist bereits seit Jahren auf eine Fusion mit der größeren Andreae Noris Zahn AG (Anzag) aus. Obschon das Oberlandesgericht Düsseldorf dem Zusammenschluss seinen Segen gegeben hatte, stellte sich das Bundeskartellamt quer. Der BGH soll nun entscheiden, ob zu Recht oder Unrecht.

Der Verhandlung in Karlsruhe wird wenige Wochen später das von der Branche heiß erwartete Urteil folgen. Danach steht voraussichtlich fest, ob die Sanacorp nun darf oder nicht. Dann wird sich aber auch entscheiden, ob die Genossen sich das Geschäft überhaupt leisten können. Egal wie: Am Dienstag werden deutliche Signale für die beteiligten Parteien erwartet.

Die meisten Anteilen an der Frankfurter Anzag hält zurzeit der drittgrößte europäische Groß- und Einzelhändler, Alliance UniChem. Der im Norden Londons ansässige expansive Konzern hatte ein großes Aktienpaket von der Noweda eG erworben. Knapp 25 Prozent an der Anzag hält die Sanacorp. Sie hat eine so genannte Call Option für weitere knapp 25 Prozent der Anteile, die je hälftig in Händen von Phoenix und Celesio befinden. Weitere Anteile befinden sich in Händen von OPG, Noweda und im Streubesitz. Top

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