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Jesuiten in Spanisch-Amerika als Heilkundige und Pharmazeuten

31.07.2000
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-TitelGovi-Verlag

PHARMAZIE UND MISSION

Jesuiten in Spanisch-Amerika als Heilkundige und Pharmazeuten

von Sabine Anagnostou und Fritz Krafft, Marburg

"Was hat denn Mission mit Pharmazie zu tun?" mag sich manch einer fragen: "Das sind doch zwei völlig fremde Bereiche." Aber gerade das macht die Fragestellung so interessant, da eine interdisziplinäre Betrachtung notwendig ist. Diese ergibt eine sehr enge Verflechtung von Pharmaziegeschichte und Missionsgeschichte mit wechselseitigen Beeinflussungen, deren Auswirkungen auch heute, etwa aus ethnopharmazeutischer Sicht, von großer Bedeutung sein können.

Mit der Entdeckung Amerikas begann die Missionierung der eingeborenen Völker, der "Indianer". Seitdem wurde der Akt der Mission in all seinen Facetten heftig und kontrovers diskutiert, wobei jedoch kaum beachtet wurde, dass aus der Verquickung von Mission und Heilkunde ein folgenreicher Austausch von medizinisch-pharmazeutischem Wissen hervorging, zu dem Jesuiten des 16. bis 18. Jahrhunderts wesentlich beitrugen.

Die Neue Welt: Missionsauftrag und Heilkunde

Eines der bedeutendsten Ereignisse der europäischen Geschichte war die Entdeckung Amerikas. Auch für die Heilkunde tat sich mit der dem amerikanischen Kontinent eigenen Flora und Fauna ein großer Fundus an neuen, dort heimischen Heilmitteln auf, von denen einige rasch ebenso Eingang in die europäische Materia medica fanden wie von den Europäern mitgebrachte in die jeweilige amerikanische.

Als Angehörige eines Ordens, dem angesichts einer hervorragenden akademischen Bildung seiner Mitglieder stets die Förderung der Wissenschaften ein wichtiges, missionarisch genutztes Anliegen war, trugen auch Jesuiten im Rahmen ihres missionarischen Wirkens in den spanischen Kolonien Bedeutendes zur wissenschaftlichen Erkundung Amerikas bei. Sie wurden als Pioniere und Protagonisten der Wissenschaft auch zu Übermittlern von heilkundlichem Wissen. Aus der Konzentration auf ihre eigentliche Berufung, in der Nachfolge Christi dem Nächsten zur Ehre Gottes jederzeit und überall zu Diensten zu sein, resultiert die große persönliche Entscheidungsfreiheit, Anpassungsfähigkeit und Toleranz der Mitglieder der Gesellschaft Jesu. Diese ermöglichten es ihnen, sich den amerikanischen Ureinwohnern statt mit der üblichen eurozentrischen Überheblichkeit mit Respekt vor der individuellen und kulturellen Eigenheit der jeweiligen Völker zu nähern. Dabei erlernten und verschriftlichten sie deren Sprachen und teilten gerade in den entlegenen Missionen ihr gesamtes Leben mit den Eingeborenen, so dass sie auch deren Krankheiten, Heilmethoden und Heilmittel kennen lernten und zwangsläufig mit ihrer europäischen Sehweise zu verknüpfen hatten.

Unlösbar verbunden mit dem Missionsauftrag ist der Dienst am Mitmenschen als fundamentaler Bestandteil der christlichen Nächstenliebe. Deshalb leisteten die Jesuiten gerade den Kranken und Pflegebedürftigen nicht nur unter seelsorgerischem Aspekt, sondern auch im Hinblick auf das körperliche Wohlergehen Beistand und Hilfe. Sie brachten oft Grundkenntnisse abendländischer Pharmazie und Medizin mit, waren mitunter sogar ausgebildete Apotheker und erwarben sich mannigfaltige Kenntnisse auf dem Gebiet der Heilkunde amerikanischer Ureinwohner. Dadurch wurden sie zu hervorragenden Kennern der Ethnopharmazie und Ethnomedizin.

Der Jesuit als Heilkundiger

Um die medizinische Versorgung der Bevölkerung war es schon in den dichter besiedelten Zentren, vor allem aber in den entlegenen unwegsamen Regionen Spanisch-Amerikas schlecht bestellt. Überall herrschte erheblicher Mangel an fachkundigen Apothekern und Ärzten, und so oblag es dem Pater in den Missionen, sich neben zahlreichen anderen Pflichten auch der Kranken anzunehmen. So weiß etwa Pater Dominicus Mayr (1680 bis spätestens 1744) 1727 in einem Brief aus den Missionen im heutigen Bolivien zu berichten, dass der Pater "auch Mutter, Leibarzt und Wundarzt, Lehrer und Bauer, Koch und Priester sein" musste.

Auch wenn die Jesuiten anfänglich auf dem Gebiet der Heilkunde unerfahren waren, versuchten sie den Leidenden bei Erkrankungen, Verletzungen und sogar bei Epidemien Hilfe zu leisten. So wird über eine verheerende Pockenepidemie in Córdoba (Argentinien) im Jahre 1718 berichtet: "Die Seuch würde in dieser Stadt noch mehr Leut aufgezehrt haben, wann nicht unsere Teutsche Patres dem überhand nehmenden Ubel mit Artzney=Mitteln gesteueret hätten, zumalen Pater Aperger, ein Tyroler von Inspruck [Sigismund Aperger (1678 bis 1772)], welcher die Stelle eines Artztens mit grossem Glück und Lob vertretten hat; gestaltsam in diesen Ländern ein erbärmlicher Abgang so wol an Heil=Mitteln als an Medicis ist."

Sehr eindrucksvoll schildert auch Pater Anton Sepp (1655 bis 1733) in der "Reißbeschreibung", wie er außer um das Seelenheil auch um das leibliche Wohl seiner Schutzbefohlenen in den südamerikanischen Missionen bemüht war. Der Besuch am Krankenbett nahm einen festen Platz in seinem Tagesablauf ein. Er verordnete Heilbehandlungen und versorgte Verwundete. Als 1695 in den paraguayischen Missionen eine Seuche – möglicherweise die Masern – furchtbar unter der Bevölkerung wütete, ließ er Spitäler einrichten, um die Kranken besser pflegen zu können.

Bei der Krankenpflege nahmen die Jesuiten gern die Hilfe und die nicht selten hervorragenden Kenntnisse der Eingeborenen um heilkräftige einheimische Arzneien in Anspruch. So wuchsen sie allmählich in die Rolle von Heilkundigen hinein. Ihre autodidaktisch und empirisch erworbenen Kenntnisse legten sie eingedenk ihrer eigenen Erfahrungen in medizinisch-pharmazeutischen Handbüchern nieder, um anderen Missionaren die Arbeit zu erleichtern und die fachgerechte Versorgung der Kranken sicher zu stellen. Derartige Handbücher geben uns heute Auskunft über die Einführung des europäischen Arzneischatzes in Amerika sowie über die Verwendung amerikanischer Heilpflanzen und deren Gebrauch in den Missionen, auch wenn sie nicht in die europäische Heilkunde eingingen.

Der Jesuitenapotheker

Angesichts des großen Defizits an fachkundigen Apothekern und der mangelhaften medizinischen Versorgung der Bevölkerung wurde aus den Missionen immer wieder der Ruf nach ausgebildeten Apothekern laut. So bittet Pater Franciscus Xaverius Zephyris in einem Brief aus Kolumbien 1724/25: "Wann künfftighin Brüder aus Teutschland nach Americam solten geschickt werden, ist nöthig solche Männer auszusuchen, welche entweder gute Apothecker oder Schreiner, Mahler, Baumeister, Bildhauer, oder Uhrmacher seyen, und ihre Kunst meisterlich besitzen."

Bei der Auswahl der Kandidaten, die in die überseeischen Missionen geschickt werden sollten, wurde auch Augenmerk darauf gelegt, dass sich unter ihnen ausgebildete Apotheker befänden. Sie sollten in einem wohlorganisierten System nach europäischem Vorbild die Versorgung der in den Missionen lebenden Menschen sowohl in den Zivilisationszentren als auch in den entlegenen Indianermissionen durch die Bereitstellung und Verteilung von Arzneien gewährleisten. Es versteht sich von selbst, dass diese Apotheker-Missionare auch die Heilkunde ausübten, wenn keine ausgebildeten Ärzte verfügbar waren. Die Ausübung der Heilkunde hatte Papst Gregor XIII. den Jesuiten im Jahre 1576 auf Grund ihrer hervorragenden Reputation mittels eines Indultes unter bestimmten Voraussetzungen sogar ausdrücklich erlaubt.

Die Ordensleute verwendeten nicht allein aus Europa herbeigeschaffte altbewährte Arzneien, zumal der Transport teuer und langwierig war und die Drogen dann oft verdorben am Bestimmungsort ankamen; vielmehr bereicherten sie die Bestände ihrer Apotheken auch mit von ihnen selbst entdeckten oder von den amerikanischen Ureinwohnern übernommenen Heilmitteln der amerikanischen Materia medica. Auf Grund der ausgezeichneten Fachkunde der Jesuitenapotheker und der professionellen Organisation ihrer Apotheken stieg die Nachfrage nach Arzneien stetig. So konnte man nicht umhin, den ursprünglich als reine Ordensapotheken vorgesehenen Institutionen auch die Versorgung der Bevölkerung der umliegenden Regionen zu genehmigen.

Zur Entstehung eines Heilmittelversorgungssystems

Unter der Leitung von Jesuiten hatten sich bald zahlreiche Apotheken etwa in Santiago de Chile, in Lima, Quito und in Mexiko-City etabliert. Eine der berühmtesten war die des Kollegs San Pablo in Lima. Diese Anfang des 17. Jahrhunderts gegründete Apotheke wurde während ihres etwa 200-jährigen Bestehens zu einem Dreh- und Angelpunkt in der Heilmittelversorgung. Sie lieferte nicht nur Arzneien weit über die Grenzen des Vizekönigreichs Peru an die Apotheken mittel- und südamerikanischer Kollegien, sondern sandte auch amerikanische Heilmittel nach Europa. Jesuiten brachten den damals als Antidot geschätzten Bezoarstein aus San Pablo mit; bei der Verteilung der berühmten Chinarinde, um deren Verbreitung sich besonders die Jesuiten verdient machten ("Jesuitenpulver"), nahm die Apotheke von San Pablo eine zentrale Stellung ein.

Die Jesuitenapotheker standen stets miteinander in Verbindung und tauschten notwendige Heilmittel und medizinisch-pharmazeutische Informationen aus. Daneben waren sie bestrebt, die Bestände ihrer Bibliotheken an naturhistorischen sowie medizinisch-pharmazeutischen Werken zu ergänzen, um zum einen immer auf fundiertes Wissen zurückgreifen zu können und zum anderen bestens über die neuesten Erkenntnisse informiert zu sein. So wurden diese Apotheken der Kollegien zu Stätten des Heilmittel- und Wissensaustausches. Jesuiten leisteten als Apotheker wahre Pionierleistungen beim Aufbau eines hervorragend organisierten Heilmittelversorgungssystems, das in Verbindung mit den Infirmerien sogar Züge eines regelrechten Gesundheitssystems aufwies. Nach der Vertreibung der Jesuiten aus den spanischen Kolonien 1767 gelang es ihren weltlichen Nachfolgern nicht einmal in Ansätzen, dieses Heilmittelversorgungssystem aufrecht zu erhalten.

Ethnopharmazeutische Kenntnisse

Einer der bedeutendsten Kenner amerikanischer Ethnopharmazie war der spanische Jesuit Bernabé Cobo (1580 bis 1657), der über fünfzig Jahre lang meist in Peru, aber auch in Mexiko als Missionar und passionierter Wissenschaftler wirkte. Die Naturgeschichte seines nur fragmentarisch überlieferten kultur- und naturhistorischen Universalwerks "Historia del Nuevo Mundo" (Geschichte der Neuen Welt) enthält eine Fülle von Informationen über den ethnopharmazeutischen Gebrauch von Vegetabilien, Mineralien und Animalien. Eine Auswahl soll hier kurz vorgestellt werden:

Mais, mehr als ein Nahrungsmittel

Der aus Amerika stammende Mais (Zea mays L., Poaceae) ist uns heute eher als Nahrungspflanze denn als Arznei vertraut. In der peruanischen wie amerikanischen Heilkunde findet die Pflanze mit der etwa 7200 Jahre alten Tradition bis heute vielfältige Anwendung.

Nach Pater Cobo verwendete man in Peru Arzneien aus Mais unter anderem als Vulnerarium, zur äußerlichen Therapie von Blähungen, Prellungen und Gicht. Der Saft aus grünen Maisblättern sollte frische Wunden schließen, geröstete, mit Wein befeuchtete Maiskörner wurden heiß als Umschlag gegen Blähungen auf den Bauch gelegt und Kataplasmen aus Maismehl zur Behandlung von Hämatomen appliziert. Den Bodensatz des "chicha", eines aus Maiskörnern gebrauten alkoholischen Getränks, oft auch als Maisbier bezeichnet, brachte man zur Linderung von Gichtschmerzen an den Fußgelenken auf. Diese Indikationen und Zubereitungen sind in Standardwerken zur Heilkunde in Spanisch-Amerika nicht aufgeführt, so dass sie offenbar aus der peruanischen Ethnomedizin und -pharmazie stammen. In der Volksmedizin Perus werden heute noch Pflaster aus Maismehl in Kombination mit anderen Vegetabilien bei Koliken auf den Unterleib gelegt. Zerrungen und Verrenkungen therapiert man mit Umschlägen, die auch Maismehl enthalten.

Besonders geschätzt wurden in Spanisch-Amerika Zubereitungen aus Maiskörnern und Maisgriffeln, vor allem als Diuretika bei Nieren-, Blasen- und Harnwegserkrankungen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Pater Cobo Maisbier bei Nierensteinen und Nierengrieß, Harnverhalten und Nierenkoliken empfahl. Arzneien aus Maisgriffeln, oft in Kombination mit anderen Heilpflanzen, werden heute noch in Lateinamerika häufig als Diuretika verabreicht. Auch in der europäischen Heilkunde wurden Maisgriffel noch Ende des 19. Jahrhunderts zur Behandlung von Nieren- und Blasenerkrankungen gebraucht.

Die diuretische Wirkung der Extrakte aus Maisgriffeln ist möglicherweise auf den Gehalt an Saponinen, Kaliumsalzen und ätherischem Öl zurückzuführen. In der modernen Schulpharmazie spielt die Maisstärke heute nur noch als Diätetikum und technischer Hilfsstoff eine Rolle.

Kapuzinerkresse: Zierde und Arznei

Die Heimat der Kapuzinerkresse (Tropaeolum maius L., Tropaeolaceae), einer bei uns beliebten Zierpflanze, sind die peruanischen und bolivianischen Anden. Wie Pater Cobo berichtet, galt sie den peruanischen Eingeborenen als Gemüse- und Medizinalpflanze. Er kennt die Kapuzinerkresse unter ihrem Quechua-Namen "ticsau" (tecsau). Seines Wissens genossen die Ureinwohner die Blüten als Salat. Litten sie unter Kopfschmerzen, badeten sie in einer Abkochung des Krautes, bei Gliederschmerzen bereiteten sie Bäder aus einem Absud der Blätter und Wurzeln. Solche Bäder nahmen die Eingeborenen nach Angaben von Pater Cobo auch zur Behandlung von schorfigen Wunden, Pickeln und Hautentzündungen. Mit Abkochungen der Pflanze in Wein trocknete man Geschwüre aus.

Nach indianischem Vorbild genossen auch die Europäer im 18. Jahrhundert die Blüten der Kapuzinerkresse als Salat. Im 19. Jahrhundert empfahl man den Salat aus frischen Blättern und Blüten zur Prophylaxe gegen Skorbut - eine Anwendung, die auf Grund des Vitamin C-Gehaltes durchaus berechtigt ist.

Die Kapuzinerkresse enthält Glucosinolate, aus denen bei der enzymatischen Spaltung Senföle entstehen. Bei der Zerstörung von Zellen, etwa durch Zerreiben oder Zerkleinern von Pflanzenteilen, werden die pharmakologisch weitgehend inaktiven Glucosinolate durch das Enzym Myrosinase hydrolysiert. Der Hauptwirkstoff Glucotropaeolin liefert dabei Benzylisothiocyanat (Benzylsenföl). Isothiocyanat-haltige Drogen steigern die Magensaftsekretion und regen somit Appetit und Verdauung an – nicht unbegründet wird deshalb die Gemüsepflanze heute noch in Spanien als verdauungsförderndes Mittel verzehrt. Isothiocyanate verfügen zudem über antimikrobielle Eigenschaften, so dass die von Cobo beschriebene ethnomedizinische Anwendung als Vulnerarium und Dermatikum aus wissenschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll ist.

In unserem Arzneischatz findet man die Kapuzinerkresse in Zubereitungen gegen akute und chronische Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege (akute und chronische Nephritis, Pyelitis, Pyelonephritis, Nephrolithiasis, Zystitis, Miktionsbeschwerden) sowie gegen Erkrankungen der Atemwege (Sinusitis, Tonsillitis, grippale Infekte). In der Volksmedizin Perus und Boliviens wird sie immer noch zur Behandlung von Kopfschmerzen und Hautkrankheiten gebraucht, außerdem bei Skorbut sowie als Antidot bei Vergiftungen. Generell wird sie in der mittel- und südamerikanischen Volksheilkunde auch bei Husten, Bronchitis, ja sogar Lungenkrebs eingesetzt.

Brugmansia als Rauschdroge und Heilmittel

Die in Südamerika beheimateten Brugmansia-Arten zählen wie die Datura-Arten, mit denen sie eng verwandt sind und denen sie lange Zeit auch zugeordnet wurden, zu den Solanaceen. Sie enthalten zahlreiche Alkaloide der Tropan-Gruppe. Wegen ihrer halluzinogenen Wirkung verwendeten die amerikanischen Ureinwohnern sie bei kultisch-rituellen Handlungen als magische Pflanze. Diese Sitte pflegen heute noch manche südamerikanischen Eingeborenenvölker, vor allem die im kolumbianischen Andental von Sibundoy lebenden Kamsá- und Ingano-Indianer. In der Heilkunde verabreichen sie verschiedene Arten von Brugmansia gegen rheumatische Leiden, zur Behandlung von Wundrose, als Anthelminthikum und als Brechmittel.

Pater Cobo hat Brugmansia unter der Bezeichnung "floripondio" in sein Universalwerk aufgenommen. Er berichtet, dass die Eingeborenen Perus den floripondio wegen seiner wunderschönen, glockenförmigen weißen Blüten als Tisch- und Altarschmuck schätzten, aber auch als Arznei gebrauchten. So behandelten sie Knochenbrüche mit heißen Umschlägen aus zerstoßenen Blättern. Diese Anwendung ist bis heute in der peruanischen Volksmedizin bei Prellungen und Schwellungen gebräuchlich. Sie setzt Brugmansia arborea außerdem gegen Koliken, Migräne, Asthma, Furunkel, Abszesse und als Betäubungsmittel ein.

In die europäische Heilkunde wurde die amerikanische Medizinalpflanze nicht aufgenommen. Doch wird sie wegen der außerordentlichen Schönheit ihrer großen, duftenden Blüten in der Zierpflanzenkultur hoch geschätzt. Wir kennen sie als Engelstrompete.

Pedro Montenegros Heilpflanzen-Thesaurus

Die Jesuiten begnügten sich nicht damit, sich ethnomedizinische Kenntnisse anzueignen und rein deskriptiv wiederzugeben. Vielmehr fügten sie sie – gerade wenn sie eine pharmazeutisch-medizinische Vorbildung besaßen – samt ihrem neuerworbenen Wissen theoretisch und terminologisch in das medizinische Weltbild Europas ein. So entwickelten sie eine speziell auf die Gegebenheiten in den Missionen abgestimmte Missionsmedizin, in der europäische und amerikanische Materia medica miteinander verschmolzen.

Ein Paradebeispiel für die Erfassung amerikanischer Materia medica mittels Theorien, Methoden und Fachtermini des europäischen medizinisch-pharmazeutischen Lehrgebäudes, zu dessen tragenden Säulen die galenische Qualitäten- und Humoralpathologie sowie die Materia medica des Dioskurides samt ihren Kommentaren zählt, ist die "Materia médica misionera" (Arzneischatz der Missionen) von Pedro Montenegro (1663 bis 1728). Montenegro wirkte als heilkundiger Missionar in den Guaraní-Missionen von Paraguay. Bereits vor seinem Eintritt in die Gesellschaft Jesu 1691 muss er sich medizinisch-pharmazeutische Kenntnisse – wohl als Krankenpfleger im hospital general in Madrid – erworben haben.

Die Materia médica misionera ist im Stil eines medizinisch-pharmazeutischen Handbuches konzipiert und soll anderen Missionaren oder in der Krankenpflege Tätigen die Arbeit in den Missionen erleichtern und gleichzeitig eine fachgerechte Versorgung der Kranken gewährleisten. Sie enthält etwa 150 Monographien von Heilpflanzen, von denen die meisten aus Amerika, und einige aus Asien stammen, manche aber Montenegro auch bereits aus Europa kannte. Er hat die Pflanzen detailliert beschrieben, zum größten Teil auch abgebildet und ihre Wirkung vor dem Hintergrund europäischer Krankheits- und Therapiekonzepte dargelegt. Dazu vermerkt er eine Fülle von Rezepturvorschlägen samt sachkundiger Anleitung zu Herstellung und Gabe, um auch dem Laien eine ordnungsgemäße Krankenversorgung zu ermöglichen.

Mate, eine typische Jesuitendroge

Der von Montenegro behandelte Matebaum (Ilex paraguariensis St. Hilaire, Aquifoliaceae) diente den Eingeborenen in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Südbrasilien, im östlichen Paraguay und Nordost-Argentinien von jeher als Genuss- und Arzneipflanze. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurde Matetee auch bei den spanischen Eroberern beliebt. Die Bezeichnung Matetee oder Yerba Maté geht auf das Guaraní-Wort matí zurück, womit eigentlich nur die Kalebasse gemeint ist, aus der Matetee mit der Bombilla, einem Trinkröhrchen mit siebartiger Erweiterung am Ende, getrunken wird. Der Tee an sich heißt in Paraguay ka’á oder Caa-mí. Im südlichen Südamerika genießt man ihn heute fast täglich, Gäste werden damit begrüßt.

Matetee ist eine typische Jesuitendroge. Schon in der volkstümlichen Bezeichnung "Jesuitentee" offenbart sich die enge Verknüpfung der Pflanze mit der Geschichte der Jesuiten. Ihnen gelang damals als einzigen, in den Regionen ihrer Reduktionen in Paraguay und in der heutigen argentinischen Provinz Misiones Matebäume zu kultivieren und Plantagen anzulegen, die nicht durch Ausholzung und Anreicherung von Wildbeständen entstanden.

In den Reduktionen versuchten die Jesuiten, zuvor meist nomadisierende Eingeborene mit dem christlichen Glauben und den Prinzipien der europäischen Zivilisation vertraut zu machen. Diese Organisationsform christlicher Mission entwickelte sich auf Betreiben der Jesuiten zu einem antikolonialen Projekt, in dem die Eingeborenen lange Zeit unter Koexistenz von christlicher Lebensweise und indianischer Kultur weitgehend autonom und sicher vor dem Zugriff des Menschen verachtenden kolonialen Ausbeutungssystems lebten. Yerba Maté diente als eine höchst einträgliche Handelsware zur Finanzierung dieser Niederlassungen in Paraguay und wurde in viele Regionen Südamerikas geliefert ("Paraguaytee").

Pedro Montenegro kannte viele heilkundliche Anwendungen der Matepflanze, die er häufig nach dem Vorbild der Eingeborenen praktizierte. Generell schrieb er dem Matebaum adstringierende Eigenschaften zu, weshalb er den Tee wie die Guaraní gegen Durchfall empfahl. Zerstampfte Mateblätter gebrauchte er als Vulnerarium sowie als Adstringens und Analgetikum bei lockeren Zähnen. Zur Behandlung von Sonnenstich verabreichte er kalten Matetee und brachte kühlende Umschläge mit dem Pflanzenrückstand des Getränks auf Stirn und Schläfen des Patienten. Da er die Matepflanze auch für ein hervorragendes Antidot hielt, verabreichte er diese Therapie auch Patienten, die sich im Bergbau bei der Amalgamierung von Silbererzen mit Quecksilber vergiftet hatten. Aus der Rinde des Baums bereitete Montenegro Heilpflaster für Wunden und Knochenbrüche.

Montenegros Monographie dürfte seiner Zeit eine der ausführlichsten medizinisch-pharmazeutischen Abhandlungen über den Matebaum gewesen sein. In ihr spiegelt sich auch der ethnomedizinische Gebrauch der Pflanze bei den Guaraní in Paraguay wider. Zudem ordnet sie den Matebaum terminologisch und theoretisch in das europäische medizinische Paradigma ein, so dass dessen Wirkung für die europäischen Heilkundigen verständlich und er als Arzneipflanze verfügbar wurde.

Noch heute werden in Südamerika Zubereitungen aus Mate in ähnlicher Weise angewendet, wie es Montenegro empfohlen hat. In Argentinien behandelt man Verbrennungen zur Förderung der Wundheilung und zur Schmerzlinderung mit kalten Mateumschlägen. Bei Hitzschlag lässt man den Patienten kalten Matetee trinken und verabreicht den Tee auch zur Herzstärkung bei Fieber und Lungenentzündung sowie gegen Schlaflosigkeit. Augenreizungen durch starke Sonneneinstrahlung behandelt man mit einem Absud aus Mate, bei Kopfschmerzen legt man Umschläge aus Mate und Hühnerfett auf, und verschiedene Hauterkrankungen werden mit Dekokten gespült. In Paraguay gilt Matetee heute als Stimulans, Stärkungsmittel und Diuretikum.

In Europa erlangte Mate weder als Heil- noch als Genussmittel eine vergleichbare Wertschätzung, obwohl er Ende des 20. Jahrhunderts als vollwertiger Ersatz für Schwarzen Tee angesehen wurde. Matetee wird heute nicht selten als Schlankmacher angepriesen. Außerdem mischt man ihn Blasen- und Nierentees sowie Abführ- und Herz-Kreislauftees bei. Matetee wirkt auf Grund seines Gehaltes an Coffein zentral stimulierend, analeptisch, diuretisch, positiv inotrop und chronotrop, glykogenolytisch und lipolytisch; hieran ist Theobromin beteiligt. Für die diuretische Wirkung sollen Chlorogensäure-Derivate sowie möglicherweise Flavonoide und Saponine verantwortlich sein.

Passionsblume als ‘quid quo pro’ für Hopfen

Wer kennt nicht die köstlichen Maracujas, die Früchte der Passionsblume (Passiflora spec., Passifloraceae), und wen bezauberte nicht ihre ungewöhnliche Blüte, in deren eigentümlichem Aussehen ein spanischer Missionar im 17. Jahrhundert die Insignien der Passion versinnbildlicht sah? Er nannte sie deshalb "flor de la pasión". Montenegro gebrauchte das Pulver der Wurzelrinde oder der Blätter als Diuretikum gegen Nieren- und Blasensteine sowie als Mittel zur Magenstärkung. Die Blätter dienten ihm als Absud oder zerquetscht als Pflaster zur Wundbehandlung, insbesondere von syphilitischen Geschwüren. Auch dem Rindenpulver schrieb er eine wundheilungsfördernde Wirkung zu. Die Wurzelrinde verabreichte er als Trank gegen blutige Durchfälle. Die getrockneten Blüten stufte er gemäß den galenischen Prinzipien als ‘warm’ und ‘eröffnend’ ein – unter eröffnenden Arzneien (Aperientia) verstand man Mittel wie Diaphoretika, Vomitoria oder Purgantia, die jeden Weg aus dem Körper öffneten, um ‘Krankheits-Materie’ oder überschüssige Körpersäfte zu entfernen. Zudem empfahl er sie als Sedativum, das man anstelle des Hopfens verabreichen könne.

In Europa gilt Passiflora incarnata L. als Arzneipflanze. Das Kraut wird bei Neurasthenie, neurovegetativer Dystonie, Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, Angstzuständen, nervöser Unruhe, nervös bedingten Beschwerden im Magen-Darmbereich und Herz-Kreislaufbeschwerden eingesetzt. Im Tierversuch erwiesen sich Extrakte als Krampf lösend, Blutdruck senkend und eher Angst lösend als beruhigend.

Auch in Mittel- und Südamerika konnte die Passionsblume ihre Bedeutung als Heilpflanze bewahren. Verschiedene Arten werden häufig als Sedativum, aber auch als Spasmolytikum verwendet. Tatsächlich haben Drogenextrakte im Tierversuch eine dem Papaverin vergleichbare spasmolytische Wirkung gezeigt, zugleich trat ein zentral dämpfender Effekt auf. In der argentinischen Volksmedizin verabreicht man die Blätter von Passiflora coerulea L. außerdem als Vermifugum, ihre Wurzeln gegen Entzündungen aller Art, insbesondere gegen Lungenentzündung. Man schätzt die Pflanze auch als Diuretikum, Emmenagogum, Kontrazeptivum und Sedativum. Die Früchte verzehrt man wie in Paraguay gegen Skorbut und Ikterus.

Pedro Montenegros Missionsmedizin

Montenegro hat in seiner Materia médica misionera eine regelrechte Missionsmedizin entwickelt, in der eigene und ethnomedizinische Kenntnisse vor allem der Guaraní über vorwiegend in den Missionen verfügbare amerikanische Heilpflanzen mit dem zeitgenössischen wissenschaftlichen Weltbild Europas verschmelzen. Seine sorgfältigen Pflanzenbeschreibungen und die ausführlichen Anleitungen zu ihrem Gebrauch ermöglichten auch den medizinisch-pharmazeutisch ungebildeten Missionaren als Heilkundige tätig zu werden. Die Materia médica misionera war ein vielgelesenes Werk und wurde häufig kopiert und exzerpiert. So hat Montenegro dazu beigetragen, heilkundliches Wissen und speziell ethnomedizinisches und ethnopharmazeutisches Wissen zu bewahren. Noch heute sind die Spuren seiner Missionsmedizin in der südamerikanischen Volksmedizin unübersehbar.

Jesuiten bringen die europäische Materia medica nach Amerika

Bei ihrem Wirken als Heilkundige erforschten Jesuiten nicht nur die Materia medica des neu entdeckten Kontinentes, sondern sie transferierten auch den europäischen Arzneischatz nach Amerika. Sie brachten nicht selten europäische Arzneien mit, um für die Krankenpflege in den Missionen gerüstet zu sein. In ihren Gärten wuchsen traditionell europäische Heilpflanzen wie Rosmarin, Fenchel, Kümmel, Sellerie, Petersilie und Rettich, deren Samen sie entweder mitbrachten oder aus Europa bezogen. Die ihnen bekannten Arzneien ergänzten sie dann mit autochthon amerikanischen Heilmitteln. Wie die europäische Materia medica auf diese Weise Aufnahme in den amerikanischen Arzneischatz fand, wird besonders durch den "Tratado breve de medicina de las enfermedades que comunmente asaltan" (Kurzer medizinischer Traktat über die Krankheiten, die häufig auftreten) des Tiroler Paters Sigismund Aperger offenbar.

Pater Apergers Missionspharmakopöe

Sigismund Aperger wirkte in den Guaraní-Missionen in Paraguay und genießt bis heute den Ruf eines hervorragenden Heilkundigen und Kenners der dortigen Medizinalpflanzen. Inwiefern er über eine medizinische Vorbildung verfügte, ist ungewiss, doch in zahlreichen zeitgenössischen Quellen wird sein unermüdlicher und von Erfolg gekrönter Einsatz für die Kranken gelobt. So sprachen ihm Bischof und Bürgermeister nach seiner erfolgreichen Bekämpfung der verheerenden Pockenepidemie in Córdoba 1718 öffentlich ihren Dank aus und ließen ihn nur ungern in die Missionen Paraguays ziehen.

Seine Kenntnisse legte Aperger in dem "Tratado breve de medicina" nieder. Dieser ist ein Handbuch für die Krankenbehandlung in den Missionen und stellt eine Kompilation von speziell auf die Situation in den Missionen abgestimmten medizinischen und pharmazeutischen Informationen und Ratschlägen sowie einer Fülle von Rezepturen dar.

Pater Aperger hat seine Ausführungen meist aus Werken anderer Naturforscher und Heilkundiger zusammengetragen. Doch hat er die vielen Rezepturen nicht schlicht übernommen, sondern sie so modifiziert und ergänzt, dass sie aus leicht verfügbaren Drogen und selbst für den Laien problemlos und ohne spezielle pharmazeutische Gerätschaften und Verfahren herzustellen waren. Die variable Zusammensetzung der Rezepturen, die Angabe alternativer Ingredienzien sowie die Fülle von Rezeptvorschlägen zur Behandlung ein und derselben Krankheit ermöglichten es, dass allerorten und jederzeit eine geeignete Arznei zur Behandlung der jeweiligen Krankheit zur Verfügung stand. So sind seine Rezepturen oft als einfache Hausmittel anzusehen.

Insgesamt ist sein Tratado breve de medicina auf den Wissensstand des medizinischen Laien abgestimmt und passt sich der medizinischen Situation gerade in den entlegenen Missionen an, wo oft keine Apotheken zur Verfügung standen und die meist in Armut lebenden Menschen nicht für kostspielige und aufwendige Arzneien hätten aufkommen können. Daher sind seine Rezepte als "Missionsarzneien", sein Handbuch als regelrechte "Missionspharmakopöe" zu betrachten.

Pater Apergers Arzneischatz besteht zumeist aus vegetabilen, aber auch einigen animalischen und wenigen mineralischen Drogen der traditionellen europäisch-abendländischen Materia medica. Grundsätzlich schöpfte er wie die meisten seiner Zeitgenossen in Europa aus der altehrwürdigen Materia medica des griechischen Militärarztes Dioskurides, die ihm sicherlich in den kommentierten Versionen der Renaissance-Gelehrten bekannt war. Vermutlich standen ihm ebenfalls damalige europäische Standardwerke wie das "Kreütterbuch" des Adam Lonitzer und der "Thesaurus Pharmacologicus" des Frankfurter Stadphysikus Johann Schroeder zur Verfügung. Er verwendete selbstverständlich auch Mittel der vor allem im 17. und 18. Jahrhundert etablierten Drecksapotheke, zumal diese hervorragend in sein Konzept von der Einfachheit und steten Verfügbarkeit passten.

Hinsichtlich der in Amerika, besonders in den paraguayischen Missionen, vorkommenden Arzneipflanzen, auf die er – nach dem Tratado breve de medicina zu schließen – überraschenderweise relativ selten zurückgriff, hat sich Pater Aperger häufig der Materia médica misionera des Pedro Montenegro bedient. Dennoch stand er der ethnischen Medizin und Pharmazie keineswegs ablehnend gegenüber; in seinem Vademecum hat er vielmehr auch indianische Heilverfahren beschrieben. Man muss daher eher annehmen, dass er aus Sorge um das Wohl der Kranken nur solche Informationen schriftlich niederlegte, die ihm erprobt und unbedenklich erschienen.

Europäische Heilmittel in Amerika

Pater Apergers medizinischer Ratgeber erlangte in Spanisch-Amerika großen Ruhm und weite Verbreitung. Viele von ihm erwähnte Drogen des europäischen Arzneischatzes fanden Aufnahme in die amerikanische Materia medica. Auch in der Heilkunde Paraguays, wo Aperger vorwiegend wirkte, findet sich eine Fülle ursprünglich europäischer Medizinalpflanzen, die noch heute nicht selten nach europäischem Vorbild eingesetzt werden. Aperger empfahl beispielsweise Zubereitungen aus Rosenblüten gegen blutigen Durchfall (Ruhr). Noch heute dient Rosenwasser als Heilmittel bei Katarrhen des Verdauungsapparates, Diarrhoe und Dysenterie. Der von ihm praktizierte Gebrauch von Arzneien aus Malven und Rosen bei Augenkrankheiten  lebt fort in der Anwendung von Rosenwasser und Zubereitungen aus Malvenblüten und -blättern als milde Adstringentia bei Konjunktivitis. So hat Pater Aperger als Missionar dazu beigetragen, dass europäische Materia medica in großem Umfang nach Amerika transferiert wurde und dort in den amerikanischen Arzneischatz einging.

Jesuiten als Mittler zwischen den Kulturen

Motiviert durch die Prinzipien ihres Glaubens haben Jesuiten unter den besonderen Anforderungen der medizinisch-pharmazeutischen Versorgungssituation in den Missionen Spanisch-Amerikas einen entscheidenden Beitrag zur Erforschung der amerikanischen Materia medica, zum Heilmitteltransfer zwischen Amerika und Europa, zur Einführung des europäischen Arzneischatzes in Amerika und vice versa sowie zur Einrichtung und Organisation eines medizinischen Versorgungssystem in den Missionen geleistet. Zudem bewahrten sie in ihren Schriften ethnopharmazeutisches und ethnomedizinisches Wissen als ansonsten unwiederbringliches Kulturgut der indigenen Bevölkerung.

Anschrift der Verfasser:
Dr. Sabine Anagnostou
Professor Dr. Fritz Krafft
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