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"Es wird an uns liegen, diesem Namen Inhalt zu geben"

03.07.2000
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-TitelGovi-Verlag

50 JAHRE ABDA

"Es wird an uns liegen, diesem Namen Inhalt zu geben"

von Christoph Friedrich, Greifswald, und Evemarie Wolf, Frankfurt am Main

Vom 11. bis 15. Juli 1950 fand der erste Apothekertag nach dem Krieg in Berlin statt. Die Festansprache hielt der Pharmaziehistoriker Georg Urdang (1882 bis 1960), der 1938 Deutschland verlassen musste und inzwischen in den USA lebte. Urdang verglich in seinem Vortrag das amerikanische und deutsche Apothekenwesen. Insbesondere ging er auf eines der Grundprobleme im westlichen Nachkriegsdeutschland ein, das für die Apotheker unter dem Stichwort "Niederlassungsfreiheit" über viele Jahre hinweg von essenzieller Bedeutung werden sollte: der Freiheitsbegriff der Amerikaner. 

Urdang schilderte das amerikanische Apothekenwesen mit seiner "ungehemmten" Wirtschaftsliberalität recht kritisch: "Diese Apotheken können natürlich nur leben, wenn sie sich gleichzeitig kommerzialisieren, und Sie wissen, dass sich das in manchen Gegenden der amerikanischen Union in einem für deutsche Begriffe erschütterndem Umfang vollzogen hat."

Er traf damit auf die ungeteilte Zustimmung der Versammlung. Die meisten der anwesenden Berufsvertreter wollten ein deutsches Apothekenwesen auf der Basis der vor 1933 gültigen Regeln und Begriffe aufbauen. Die amerikanische Besatzungsmacht dagegen sah sich in vielen Bereichen anderen Prinzipien verpflichtet. Wenn auch die westlichen Besatzungsmächte schon vor der Gründung der Bundesrepublik der beruflichen Selbstverwaltung und Interessenvertretung eine wichtige Position zugestanden hatten, die sich nach 1949 noch verstärkte, so war es 1950 für alle berufspolitisch interessierten und engagierten Apotheker überdeutlich, dass nur eine effektiv arbeitende Spitzenorganisation die drängenden Probleme einer Lösung zuführen könne. Zu dieser Zeit gab es, um nur das Wichtigste zu nennen, kein Apothekengesetz, kein Arzneimittelgesetz, und die Frage der Betriebsberechtigung - Niederlassungsfreiheit versus Konzessionssystem - war ungelöst. Auch eine Vertretung am Regierungssitz Bonn existierte noch nicht, die Geschäftsstelle befand sich in rudimentären Anfängen.

In den ersten Nachkriegsjahren hatte sich in den Besatzungszonen der Westmächte eine "Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern des vereinigten Wirtschaftsgebietes (AG AK VWG)" gebildet. 1950 war es so weit, dass sich auch die Apothekervereine in einem "Bund Deutscher Apotheker-Vereine" zusammengeschlossen hatten, und damit war der Weg frei, eine Dachorganisation zu schaffen. Sie sollte "Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker (ABDA)" heißen. Zunächst musste die bestehende Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern des vereinigten Wirtschaftsgebietes auf die neue Bezeichnung umbenannt werden, später sollten dann die Apothekervereine, deren Organisationsphase noch nicht abgeschlossen war, beitreten.

Gründung der ABDA

Auf der Hauptversammlung des Deutschen Apothekertages 1950 in Berlin stellte Pharmazierat Hermann Krause (1897 bis 1986) am 12. Juli den Antrag des Vorstandes der AG AK VWG auf Umbenennung und begründete ihn ausführlich. Er wolle, so Krause einleitend, über "die Entwicklung dieser neuen Idee und die Bedeutung dieser neuen Schöpfung" der Versammlung einen Überblick verschaffen. Näher ging er auf die Arbeitsteilung von Kammern und Vereinen, den künftigen Mitgliedsorganisationen der ABDA, ein, über die "noch gestritten" werden könne. Doch dürfe diese Diskussion nur intern geführt werden - "nach außen hin muss die Einigkeit in einer geschlossenen Organisation geschaffen werden. Das ist das A und O aller unserer Arbeit." Krause formulierte schließlich folgenden Antrag:

"Die Hauptversammlung des Deutschen Apothekertages in Berlin 1950 nimmt Kenntnis von der Gründung des Bundes Deutscher Apotheker-Vereine. Die Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern begrüßt den Zusammenschluß und erklärt sich zu einer Zusammenarbeit bereit. Der Name der Arbeitsgemeinschaft lautet: ‚Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker‘. Die Mitgliedschaft zur Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker beruht auf Länderbasis."

Auch der Präsident der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Eduard Kayser (1901 bis 1966), unterstrich als "begeisterter Anhänger eines Apothekervereins" den Willen des Bundes der Apotheker-Vereine, in der "Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker" mitzuarbeiten und bekannte, dass er von sich aus "den Antrag der Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern" unterstütze. Der Beauftragte der Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, Dr. Hans Meyer (1895 bis 1977), stellte daraufhin den Antrag zur Abstimmung. Er wurde einstimmig angenommen und Meyer versicherte, "dass in Berlin die Delegierten sämtlicher Länder der Bundesrepublik Deutschland und Westberlins nunmehr zugestimmt haben, daß die Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern fortan den Namen führt ‘Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker’. Es wird an uns liegen, diesem Namen Inhalt zu geben."

Um 18.20 Uhr schloss Dr. Meyer die Sitzung; die Gründung der ABDA war damit vollzogen. Der Apothekerstand besaß nach dem Krieg nun wieder eine Organisation, die seine Interessen mit einer Stimme vertreten konnte. Die fünfzigjährige Geschichte, die in der jetzt erscheinenden Festschrift näher behandelt wird, zeigt, inwieweit die Apotheker dem Namen "ABDA" Inhalt zu geben vermochten.

Vorgeschichte

Die ABDA, die also am 12. Juli vor fünfzig Jahren gegründet wurde, war keinesfalls die erste Interessenvertretung der deutschen Apotheker. Sie hatte Vorläufer, die sich gleichfalls für die Rechte und die Stellung des Berufsstandes einsetzten. Bereits das 1632 gegründete Collegium Pharmaceuticum Norimbergense kann als eine Interessenvertretung der Nürnberger Apotheker angesehen werden. Im 18. Jahrhundert entstanden zahlreiche territorial tätige pharmazeutische Vereine wie die Berliner oder die Magdeburger Apotheker-Konferenz, die neben der Unterstützung der wissenschaftlichen Fortbildung auch die beruflichen Belange ihrer Mitglieder zu artikulieren suchten. Aus dem 1820 auf Initiative der Apotheker Friedrich Wilhelm Beissenhirtz (1779 bis 1831), Ludwig Philipp Aschoff (1758 bis 1827), Ernst Witting (1795 bis 1861), Rudolph Brandes (1795 bis 1842) und August Peter Julius Du Mênil (1777 bis 1852) gegründeten "Apothekerverein in Westphalen" ging der "Apothekerverein im nördlichen Teutschland" hervor, der 1850 mit dem 1848 gegründeten Süddeutschen Apothekerverein zum "Allgemeinen Deutschen Apothekerverein" verschmolz. 1868 wurde Berlin zum Sitz des Allgemeinen Deutschen Apothekervereins, und ein Jahr später erhielt der Verein den Status einer juristischen Person.

1872 konstituierte sich schließlich der "Deutsche Apotheker-Verein", der bis zur NS-Zeit die entscheidende Interessenvertretung der Apotheker war. Zwar sah der "Deutsche Apotheker-Verein" seine Aufgaben zunächst auf wissenschaftlichem und sozialem Gebiet, er wandte sich indessen schon bald auch standespolitischen Fragen zu und kann insofern als ein Vorläufer der ABDA angesehen werden. Unter der Leitung des herausragenden Standespolitikers Dr. Heinrich Salzmann (1859 bis 1945), der 1902 zum ersten Vorsitzenden avanciert war, vermochte der Apothekerverein und mit ihm der Apothekerstand auch die Kriegszeiten und die Wirren der Inflation ohne allzu große Schäden zu überstehen.

1933 ordnete das Preußische Ministerium des Innern an, dass der Deutsche Apotheker-Verein eine Gleichschaltung vornehmen müsse. Am 22. April 1933 trat der Vorsitzende Salzmann gemeinsam mit dem gesamten Vorstand zurück. Damit endete zugleich eine Epoche, in der der Deutsche Apotheker-Verein "Sprachrohr" und offizieller Vertreter des Apothekerstandes gewesen war. Im Juni 1934 erfolgte die Umwandlung der "Standesgemeinschaft Deutscher Apotheker" in die "Fachschaft Apotheker", die dann in "Die Deutsche Apothekerschaft" umbenannt wurde. Die Mitgliedschaft in der Standesgemeinschaft und in der "Deutschen Apothekerschaft" blieb allerdings freiwillig. Um eine vollständige "Gleichschaltung" aller Apotheker zu erreichen, wurde 1937 die Reichsapothekerkammer mit Körperschaftsrechten und einer daraus resultierenden Zwangsmitgliedschaft ins Leben gerufen. Stellungnahmen konnten zwar nun wieder als Meinung der gesamten Apothekerschaft abgegeben werden; von einer demokratisch legitimierten Standesvertretung war allerdings trotz jährlich stattfindender Tagungen der Reichsapothekerkammer und Apothekertage, die stets nationalsozialistisch durchorganisiert waren, nichts mehr übrig geblieben.

Zur Situation des deutschen Apothekenwesens nach Kriegsende

Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren viele deutsche Städte nur noch Trümmerlandschaften. Die Landwirtschaft war in vielen Bereichen nicht in der Lage, die Bevölkerung auch nur mit den nötigsten Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Die großen Flüchtlingsströme hatten die Mangelsituation überall drastisch verschärft. Hunger, Kälte und Obdachlosigkeit führten zu einer rapiden Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Menschen; Tuberkulose, Ruhr, Geschlechtskrankheiten und Diphtherie wüteten. Es fehlten Ärzte und Apotheker. Krankenhäuser und Arzneimittelfabriken waren zerstört, in manchen Städten waren nahezu sämtliche Innenstadtapotheken ausgebombt, die Versorgung mit den notwendigsten Arzneimitteln erwies sich als völlig unzureichend. Das Gesundheitswesen stand 1945 vor einer Zerreißprobe.

Wie überall entfaltete man auch in den Apotheken die größte Findigkeit und Aktivität, um irgendwie durchzukommen. In den Kellern wurden Notapotheken errichtet, nicht selten machte man sich mit dem Rucksack auf den Weg, um Grundstoffe und Arzneimittel zu beschaffen; auch ohne die Genehmigung des Arztes wurde mit Einwilligung des Patienten das "Aut-simile-Prinzip" angewandt. Die Apotheker ersetzten eigenverantwortlich nicht lieferbare durch vorhandene, häufig selbst hergestellte Zubereitungen oder Ersatzmittel, spezielle Austauschtabellen wurden erarbeitet, um die Substitution zu erleichtern. Von jedem Einzelnen wurde höchster persönlicher Einsatz verlangt.

Zwar kehrten allmählich Apotheker aus der Gefangenschaft zurück, und viele von ihnen suchten ebenso wie die aus den deutschen Ostgebieten geflohenen Pharmazeuten Arbeit, doch erlaubte die angespannte finanzielle Lage den Apothekenleitern nur selten, zusätzliche Approbierte einzustellen. Das bedeutete gerade für die Flüchtlinge oft eine besondere Härte. Sie hatten ihre Heimat und Existenzgrundlage verloren und kamen nun in Gebiete, in denen alteingesessene Apotheker in gewohnter Weise ihre Betriebe führten. Die Hoffnung auf würdige Unterkunft und Unterstützung gerade von diesen "Kollegen" wurde ihnen oft genommen. Stattdessen erhielten sie bestenfalls "Almosen" oder wurden sogar als unliebsame Konkurrenten angesehen. Das führte bei einigen zu so großer Verbitterung, dass sie den Freitod als letzten Ausweg wählten. Der Pharmaziehistoriker Georg Edmund Dann (1898 bis 1979) schrieb dazu 1947:

"Nicht mehr schuldig, als jeder andere Volksgenosse auch, nicht weniger durch den Krieg an sich betroffen, als alle, haben sie zusätzlich ein Opfer bringen müssen, das in seiner Totalität, seiner Unerbittlichkeit, und grausamen Härte noch nicht allgemein erfaßt wurde, und vor dem leider auch gewisse Kreise unter den Apothekern anscheinend die Augen verschließen wollen, die in kriegsunberührten Gebieten wohnen und sich keine Vorstellung von der wirklichen Lage der Dinge machen."

1949 schlossen sich die Flüchtlingsapotheker zu einer "Arbeitsgemeinschaft der Notgemeinschaften heimatvertriebener Apotheker" zusammen, um ihren Interessen besser Nachdruck zu verleihen. Im Beirat der neugegründeten ABDA waren sie durch zwei Apotheker vertreten.

Berufsvertretungen der Apotheker nach 1945

Während des Krieges hatten die Bezirksapothekerkammern, die der Reichsapothekerkammer unterstanden, die Verteilung bewirtschafteter Arzneimittel und Rohstoffe organisiert. Die Kapitulation Deutschlands beendete indes die Existenz der Reichsapothekerkammer als Standesorganisation auf Reichsebene. Einige Apothekerkammern blieben zwar als Berufsvertretungen erhalten, andere hingegen wurden aufgelöst und mussten neu gegründet werden. Während die Briten den Zusammenschluss der Apothekerkammern in Deutschland förderten, gab es von Seiten der Amerikaner Versuche, den Kammern den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts abzusprechen, da die in Kammern übliche Zwangsmitgliedschaft mit der amerikanischen Auffassung von Demokratie nicht vereinbar war. Gerade dieses Vorgehen induzierte jedoch indirekt eine Zusammenarbeit der Kammern über die Zonengrenzen hinweg.

Der Vorschlag, die Zusammenarbeit der Apothekerkammern durch die Gründung eines Zusammenschlusses zu verbessern, stammte von dem Vorsitzenden, damals noch als Leiter bezeichnet, der Apothekerkammer Nordmark-Hamburg, Jo von Fisenne (1902 bis 1987). Obwohl er Unterstützung bei der britischen Militärregierung für sein Vorhaben fand, gestaltete sich die Gründung eines solchen Zusammenschlusses wegen der Vielschichtigkeit der Aufgaben recht schwierig.

Bereits vor der Bildung des "Vereinigten Wirtschaftsgebietes" aus der amerikanischen und britischen Besatzungszone, der so genannten Bizone, hatten Vertreter der amerikanischen Zone am 1. Januar 1947 an Sitzungen des Apothekerkammerausschusses teilgenommen. Nachdem die Absicht der amerikanischen Militärregierung bekannt geworden war, die Zwangsmitgliedschaft der Apothekerkammern aufzuheben, entwickelte sich eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Zonen. Auf einem Treffen von Kammervertretern der amerikanischen und britischen Zone im April 1948 in München wurde beschlossen, eine gemeinsame Geschäftsstelle der Apothekerkammern der Bizone in Frankfurt am Main einzurichten. Dr. Hans Meyer (1895 bis 1977), der bereits vor 1934 als Generalsekretär des Deutschen Apothekervereins mit viel Engagement und Zivilcourage gewirkt hatte, wurde mit der Leitung, die jedoch nicht der üblichen Position eines Geschäftsführers entsprach, beauftragt. Auf der Sitzung am 17. September 1948 wählte man als Namen für den Zusammenschluss beider Kammern "Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (AG AK VWG)". Vom 14. bis 17. Juni 1949 veranstaltete diese Arbeitsgemeinschaft in Hamburg den ersten Apothekertag nach dem Krieg.

Um den Zusammenschluss mit der Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern der französisch besetzten Zone und den Apotheker-Vereinen zu ermöglichen, schlug Meyer am 7. Februar 1950 vor, die "Arbeitsgemeinschaft der Apothekerkammern des Vereinigten Wirtschaftsgebietes" in "Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker" umzubenennen. Am 6. März 1950 wurde Hermann Schroller (1900 bis 1959), Geschäftsführer der Apothekerkammer Württemberg-Hohenzollern, als Vertreter der Interessengemeinschaft der Kammern der ehemals französischen Besatzungszone in den geschäftsführenden Vorstand der AG AK VWG aufgenommen.

Die Neugründung der Apothekervereine vollzog sich langsamer als die der Apothekerkammern. Dies resultierte vor allem aus der historisch gewachsenen Aufgabenverteilung, auf Grund derer der Verein bevorzugt die wirtschaftlichen Interessen der Apotheker zu vertreten hatte. Diese standen nach dem Krieg zunächst nicht im Vordergrund, da es als erstes galt, eine weitgehend geordnete Arzneimittelversorgung aufzubauen. Mit der Normalisierung der Versorgung wuchs dann auch das Bestreben nach Neugründungen von Apothekervereinen. Die bis Ende 1949 gegründeten Apothekervereine schlossen sich am 7. Juni 1950 zu einem "Bund Deutscher Apotheker-Vereine" zusammen, über dessen Ziele seit 1949 verhandelt worden war. Am 7. Mai 1953 erfolgte in Frankfurt am Main die Wiedergründung des "Deutschen Apotheker-Vereins" als Dachorganisation aller Landesapothekervereine. Erster Vorsitzender des Vereins wurde Hermann Oesterle (1886 bis 1957).

Der Deutsche Apotheker-Verein bestand zum damaligen Zeitpunkt selbstständig neben der ABDA und sah seine Hauptaufgabe in der Interessenvertretung der wirtschaftlichen Belange der Apotheker. Erst mit einer 1956 erfolgten Umorganisation wurde der Deutsche Apotheker-Verein mit seinen Mitgliedsorganisationen zur, wie es damals hieß, zweiten Säule der ABDA.

Der erste ABDA-Vorstand

Nach Gründung der ABDA beim Berliner Apothekertag im Juli 1950 fand die erste Sitzung vom 17. bis 18. November 1950 in Bonn statt. Es waren sämtliche angeschlossenen Organisationen vertreten. Dazu gehörten die Bayerische Landesapothekerkammer, die Apothekerkammer Württemberg, die Apothekerkammer Nordbaden, die Landesapothekerkammergemeinschaft Deutscher Apotheker in Hessen, die Apothekerkammer Bremen, die Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, die Apothekerkammer Württemberg-Hohenzollern, der Badische Apotheker-Verein in Südbaden, der Berliner Apotheker-Verein, die Landesapothekerkammer Schleswig-Holstein, die Apothekerkammer Hamburg, die Apothekerkammer Niedersachsen, die Apothekerkammer Westfalen-Lippe, die Apothekerkammer Nord-Rheinprovinz und die Arbeitsgemeinschaft der Notgemeinschaften heimatvertriebener Apotheker.

Es wurde der erste ABDA-Vorstand gewählt, der aus je zwei Delegierten der drei ehemaligen westlichen Besatzungszonen und dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied bestand. Die Mitglieder wählten aus ihrer Mitte den Vorsitzenden. Als erste Sonderaufgabe des Vorstandes wurde die Einrichtung einer Geschäftsstelle bezeichnet.

Dem ersten Vorstand der ABDA gehörten an: Pharmazierat Eduard Kayser (1901 bis 1966) aus Hamm in Westfalen als Vorsitzender, Pharmazierat Stephan Dewald (1884 bis 1964)aus Neumagen, Pharmazierat Hermann Oesterle (1886 bis 1957) aus Stuttgart, Professor Dr. Ferdinand Schlemmer (1898 bis 1973), Geschäftsführer der Bayerischen Landesapothekerkammer und des Bayerischen Apothekervereins aus München, Dr. Hermann Schroller (1900 bis 1959) aus Tübingen, Apotheker Dirck Boyens (1914 bis 1966) aus Hamburg und Dr. Hans Meyer (1895 bis 1977) aus Frankfurt am Main als stellvertretender Vorsitzender und geschäftsführendes Mitglied. Schlemmer und Schroller fungierten als Vertreter der angestellten Apotheker.

Dr. Hans Meyer und die ABDA

Wie kaum eine andere Person hat Dr. Hans Meyer die Entstehung und Entwicklung der ABDA geprägt. Sein Leben und Wirken ist essenzieller Bestandteil jeder Standesgeschichte der deutschen Apotheker.

Meyer, der am 28. März 1895 in Hamburg als Sohn eines Tierarztes geboren wurde, begann nach dem Abitur 1913 in der Apotheke in Eidelstedt seine pharmazeutische Ausbildung. Nach dem Studium der Pharmazie an den Universitäten Kiel und Berlin legte er 1920 die pharmazeutische Staatsprüfung ab. Während seiner Tätigkeit als Kandidat in einer Berliner Apotheke studierte Meyer Rechts- und Staatswissenschaft und schloss das Studium 1922 mit einer Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Greifswald ab. Das Thema seiner Dissertation "Zur Entwicklung und Tätigkeit der Freien Berufsvereine im Apothekenwesen" weist bereits deutlich auf seine künftige Berufung hin!

In dieser Lebensphase hatte der junge Dr. Meyer das große Glück, dem Mann zu begegnen, der seinen künftigen Lebensweg prägen sollte: Dr. Heinrich Salzmann (1859 bis 1945). Dieser war ein Berufspolitiker von hohem Grad und bei gründlicher Detailkenntnis stets auf das Ganze bedacht. 31 Jahre lang, von 1902 bis 1933, lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Deutschen Apotheker-Vereins. In den schweren Zeiten des Ersten Weltkrieges, der nachfolgenden Inflation und Arbeitslosigkeit sorgte er mit großer Tatkraft für die wirtschaftlichen Belange der Apotheker. Vor Übernahme des Vereinsvorsitzes war er fünf Jahre lang Chefredakteur des Publikationsorgans des Deutschen Apotheker-Vereins, der Apotheker-Zeitung, gewesen, besaß also auch entsprechende publizistische Erfahrung. Auf nahezu allen Funktionsebenen, die Salzmann bekleidet hatte, sollte sich auch in einem späteren Lebensabschnitt Dr. Hans Meyer bewähren.

Salzmann muss sehr rasch die Begabungen Meyers erkannt haben. Er holte den noch nicht Dreißigjährigen 1922 in die Geschäftsführung des Deutschen Apotheker-Vereins und in die Redaktion der Apotheker-Zeitung. 1924 avancierte Meyer zu deren Chefredakteur, 1930 wurde er zum Generalsekretär des Deutschen Apotheker-Vereins bestellt. Während der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten scheint es, dass Meyer den überaus vorsichtig agierenden Salzmann bisweilen gar überflügelte und die treibende Kraft der Opposition im Deutschen Apotheker-Verein war.

Im Juli 1933 verlor Meyer wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber der neuen nationalsozialistischen Standesführung alle Ämter. Er übernahm eine Apotheke in Königsberg, wechselte bereits drei Jahre später wieder nach Berlin, wo er die Reichsadler-Apotheke erwarb. Diese wurde 1945 völlig zerstört. Nach dem Krieg begann Meyers Aufbauarbeit für die Apothekerorganisationen, die 1950 mit der Gründung der ABDA ihren Höhepunkt erlebte. 1964, kurz vor seinem 70. Geburtstag, zog sich Meyer aus fast allen seinen Ämtern zurück und trat in den Ruhestand. Am 9. Dezember 1977 verstarb er in Grünwald bei München.

Das Wirken von Dr. Hans Meyer, der gelegentlich als "Adenauer" der deutschen Apotheker bezeichnet wurde, muss in Zusammenhang mit der absoluten Ausnahmesituation der Nachkriegsära verstanden werden. Gerade in dieser Aufbauphase konnte er seine Talente voll entfalten. Seinem Mitwirken ist es ganz entscheidend zu verdanken, dass nach 1945 wieder eine einheitliche Spitzenorganisation entstehen konnte. In der Position eines geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes und stellvertretenden Vorsitzenden, der gleichzeitig Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung, dem Organ der ABDA, war, saß er an allen Hebeln und konnte das ihm notwendig Erscheinende maßgeblich mitbestimmen. So gehen die Gründung der Abteilungen Preiskommission/Arzneibüro, der Rechtsabteilung, des Govi-Verlags, der Werbe- und Vertriebsgesellschaft, des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts und der Neubau des Deutschen Apothekerhauses am Beethovenplatz wie auch der Umzug des Apotheken-Museums nach Heidelberg im wesentlichen auf seine Initiativen zurück. Aber auch nicht zur ABDA gehörende pharmazeutische Organisationen und für die Apotheker relevante Einrichtungen förderte Meyer, wie die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft, die Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, die Versicherungsstelle für Apotheker, den Wiederaufbau der Stada oder die Deutsche Apotheker- und Ärztebank. Dabei spielte Meyer stets die Rolle eines Regisseurs oder Drahtziehers, der zudem wusste, wie finanzielle Hilfe zu beschaffen war und wie man diese gezielt einsetzte.

Eine wesentliche Prägung durch Meyer erfuhren die Apothekertage. Der erste Deutsche Apothekertag in Hamburg 1949 ging direkt auf seine Initiative zurück, und auch die Leitung der Veranstaltungen ließ er sich bis zu seinem Ausscheiden nicht nehmen. Er achtete dabei stets auf eine sachliche Gesprächsführung und appellierte an jene Kollegen, die im Eifer der Diskussion zu Entgleisungen neigten. Auch an der Begründung anderer Tagungen wie der Fortbildungskongresse von Meran war Meyer als Initiator beteiligt.

Besonders am Herzen lag ihm bereits seit den zwanziger Jahren die pharmazeutische Fachpresse. Hatte er sich noch am Anfang seiner journalistischen Karriere als Redakteur der Apotheker-Zeitung mit Ernst Urban (1874 bis 1958) von der Pharmazeutischen Zeitung bisweilen harte Wortgefechte geliefert, überwand er schließlich die alten Konkurrenzgefühle und vereinigte die von ihm gegründeten Pharmazeutischen Nachrichten mit der Pharmazeutischen Zeitung, die dann von 1951 an das offizielle Presseorgan der ABDA darstellte. Zusammen mit Urban übernahm Meyer die Redaktion der vereinigten Zeitungen. Obwohl es gelegentlich zu Auseinandersetzungen kam, zollte Meyer dem älteren Kollegen immer den nötigen Respekt.

Auf der politischen Bühne war Meyer stets präsent. Dank seiner Beharrlichkeit und seines Einfühlungsvermögens gegenüber den Politikern in Bonn vermochte er für die Pharmazie so wichtige Gesetze wie das Apothekengesetz und das Arzneimittelgesetz nicht unerheblich mitzugestalten. Die Aufnahme der Bundesrepublik in die FIP und die Gründung eines Apothekerzusammenschlusses innerhalb der EWG und die damit verbundene internationale Anerkennung wären ohne sein Gespür für die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg kaum zustande gekommen.

Über die Persönlichkeit Hans Meyer schrieb sein langjähriger Mitarbeiter Dr. Wolfgang Eberhardt 1978 kurz nach Meyers Tod:

"Hans Meyer war ein ganz und gar ungewöhnlicher Mensch. In seltener Form verband er sein organisatorisches Können und seine standespolitische Erfahrung mit seinem Wissen aus der Praxis. ... Nur haßte er Scheinheiligkeit und Dummheit, und hier konnte er manchmal etwas ungerecht werden. ... Sein Handeln war von seinem Gewissen bestimmt."

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Der Aufsatz beruht weitgehend auf der soeben im Govi-Verlag erschienenen Festschrift von Christoph Friedrich: "Es wird an uns liegen, diesem Namen Inhalt zu geben" – Die Geschichte der ABDA von 1950 bis 2000.

Anschrift der Verfasser:
Professor Dr. Christoph Friedrich
Ernst-Moritz-Arndt-Universität,
Institut für Pharmazie/ Geschichte der Pharmazie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17
D-17487 Greifswald

Dr. Evemarie Wolf
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