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Kräuterbücher und die Fuchsie erinnern an Leonhart Fuchs

05.02.2001  00:00 Uhr

ZUM 500. GEBURTSTAG

Kräuterbücher und die Fuchsie erinnern an Leonhart Fuchs

von Susanne Baumann-Schleihauf, Schriesheim

Das 16. Jahrhundert brachte drei herausragende Naturwissenschaftler hervor, die das bis dahin vorherrschende Weltbild ins Wanken brachten. So veröffentlichte Nicolaus Kopernikus 1543 seine heliozentrische Weltlehre "De Revolutionibus Orbium". Noch im gleichen Jahr erschien die Vesalsche Lehre der Anatomie "De Humani Corporis Fabrica", die sich erstmals auf die am menschlichen Leichnam gewonnenen Erkenntnisse stützte. Zu dieser Avantgarde der Renaissance-Forscher zählt auch der Arzt und Botaniker Leonhart Fuchs, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt. Zusammen mit Otto Brunfels (1488 bis 1534) und Hieronymus Bock (1498 bis 1554) gilt er als einer der Väter der Botanik.

Anlässlich des "Fuchs-Jahres" finden im Sommer 2001 an der Universität Tübingen und dem Fuchsschen Geburtsort Wemding sowie in Heilbronn mehrere Festveranstaltungen statt. Wer war Leonhart Fuchs und welche Verdienste hat er sich erworben?

Humanistisch und naturwissenschaftlich gebildet

Leonhart Fuchs wurde als drittes Kind der Eheleute Hans und Anna Fuchs (geb. Dentener) am 17. Januar 1501 in Wemding (Schwaben) geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters besuchte Leonhart die Schule seiner Heimatstadt. Anschließend schickte ihn seine Mutter für ein Jahr in die berühmte Lateinschule nach Heilbronn. Um die für sein Studium notwendigen Latein- und Griechischkenntnisse zu erlangen, besuchte er ab 1512 die Stiftsschule zu St. Marien in Erfurt. 1515 nahm er dann an der Universität Erfurt das Studium der Philosophie und "Naturlehre" auf. Nach nur drei Semestern erwarb er das "Baccalaureus artium" und kehrte nach Wemding zurück, um dort eine Privatschule zu eröffnen.

Bereits ein Jahr später entschloss er sich, die Schule wieder zu schließen und seine Studien an der Universität Ingolstadt fortzusetzen. Fuchs immatrikulierte sich für die Fächer Griechisch, Lateinisch und Hebräisch. Im Januar 1521 erwarb er den "Magister artium" mit Lehrberechtigung. Sein bereits in Erfurt gewecktes Interesse für Naturwissenschaften veranlasste Fuchs, sofort im Anschluss das Medizinstudium aufzunehmen. Er beendete es am 1. März 1524 mit der Promotion. Noch im selben Jahr verließ Fuchs aus konfessionellen Gründen Ingolstadt. Er hatte sich spätestens ab 1521 wohl unter dem Einfluss Melanchthons der Reformationsbewegung angeschlossen. Mehrere Mitglieder der Universität waren für ein solches Verhalten bereits verwarnt worden. Er zog nach München und praktizierte dort für etwa zwei Jahre als Arzt. Während dieses Aufenthalts heiratete er die Patriziertochter Anna Friedberg. Aus der Ehe gingen vier Söhne und sechs Töchter hervor.

Als Professor in Ingolstadt und Tübingen

Im Mai 1526 kehrte Fuchs als Professor der Medizin an die Universität Ingolstadt zurück. Doch waren Konflikte mit der konservativen katholischen Führung der Universität programmiert. Deshalb verließ Fuchs nach nur zwei Jahren Ingolstadt, um als Leibarzt in die Dienste des Markgrafen von Brandenburg zu treten. Ausschlaggebend für seine Entscheidung war wohl der Plan des Markgrafen für den Aufbau einer protestantischen Universität in Ansbach. Ihr sollten sehr berühmte Professoren dieser Zeit angehören, wie der Humanist Vicentius Heidnecker und die Theologen Johann Brenz, Philipp Melanchthon und Bernhard Ziegler. Obwohl dieses Vorhaben nie verwirklicht wurde, konnte Fuchs für seine weitere Laufbahn bedeutende Kontakte knüpfen. Letztlich doch enttäuscht von den Verhältnissen in Ansbach, nahm er im November 1534 einen Ruf an die protestantisch zu reformierende Universität Tübingen an. Fuchs hatte seine Berufung offensichtlich Melanchthon zu verdanken.

Am 13. August 1535 trat er seine Lehrtätigkeit in Tübingen an. Als Wohnhaus nutzte er mit seiner großen Familie das heute noch erhaltene "Nonnenhaus". Dort legte er auch einen Garten an, in dem er Pflanzen zu Studienzwecken zog.

Von Anfang an war Fuchs mit den zur gleichen Zeit berufenen Professoren Joachim Camerarius d. Ä. und Johann Brenz an der Umsetzung der Reformation und der Neuorganisation der Universität beteiligt. Die Statuten der medizinischen Fakultät legte Fuchs allein fest. Sie bedeuteten eine völlig neue Art der Lehre. So lehnte er die Astrologie als einen Teil der Medizin sowie arabistische Autoritäten wie Razes und Avicenna völlig ab. Auch setzte sich Fuchs mit aller Kraft für die Schriften der griechischen Ärzte Galen, Hippokrates und Dioskurides ein. Seinen anatomischen Vorlesungen legte er die Vesalsche Lehre zu Grunde. Fuchs war der erste Professor überhaupt, der in den Sommersemestern botanische Exkursionen in die Umgebung von Tübingen einführte. Zudem bereicherte er seine medizinischen und anatomischen Vorlesungen mit Pflanzenzeichnungen und frischen Pflanzenexemplaren.

Trotz protestantisch-theologischer Streitigkeiten in Tübingen (Fürst und Hof waren bis 1543 mehr Anhänger Zwinglis) lehnte Fuchs 1537 einen Ruf König Christians III. an die neu zu gründende Universität in Kopenhagen ab. Als Gründe gab er das zu niedrige Gehalt und Transportprobleme mit seiner umfangreichen Bibliothek an. Auch den höchst ehrenvollen Ruf durch Herzog Cosimo de Medici nach Pisa als Vorsteher des botanischen Gartens (vermittelt durch Andreas Vesal) nahm Fuchs 1542 nicht an. Dass er sich trotzdem mit dem Gedanken trug, Tübingen zu verlassen, beweist ein Brief an seinen Freund Camerarius. Hier schrieb Fuchs 1544 (Fichtner 1968, S. 69): "Wenn aber mein Sinn auch nicht auf Italien gerichtet ist, so heißt das doch nicht, daß ich deswegen hier zubleiben gedenke. Es drängt mich vieles, mir wegen einer anderen Stellung Gedanken zu machen, vor allem die große Schar meiner Kinder, für die ich unbedingt besser vorsorgen muß".

Dennoch blieb Fuchs der Universität Tübingen treu und erwarb sich große Verdienste. Zwischen 1535 und 1566 bekleidete er siebenmal das Rektorenamt. Dafür verlieh ihm Karl V. ein Wappen und erhob ihn um 1555 in den Adelsstand.

Der Tod seiner treu sorgenden Frau Anna im Jahre 1563 bedeutete einen harten Schlag. Um die Pflege seines verwaisten Enkels und seiner selbst zu sichern, heiratete er im folgenden Jahr die Pfarrerswitwe Afra Gräter (geb. Köler) aus Schwäbisch Hall.

Nach längerer Krankheit verstarb Leonhart Fuchs im Alter von 65 Jahren am 10. Mai 1566. Zu seinem Nachfolger als Professor der Medizin in Tübingen wurde sein Vetter Johann V(F)ischer berufen. Er setzte jedoch die Bemühungen von Fuchs auf dem Gebiet der Botanik nicht fort.

Übersetzungen und Lehrbücher

Die wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Leonhart Fuchs lassen sich in drei Gruppen einteilen. Fuchs übersetzte klassische medizinisch-pharmazeutische Autoren ins Griechische und Lateinische, zum Beispiel Texte des Hippokrates. 1538 gab er zusammen mit Camerarius d. Ä. einen griechischen Galen-Text heraus und bearbeitete die Rezeptsammlung von Nicolaus Myrepsos Alexandrinus. Als Verfechter des Neu-Galenismus stürzte er in seinen medizinischen Lehrbüchern die bis dahin anerkannte Autorität des arabischen Arztes Avicenna.

Durch seine erbarmungslose Kritik an den arabisch orientierten Zeitgenossen und deren öffentliche Gegendarstellungen erlangte Fuchs rasch einen hohen Bekanntheitsgrad. So focht er mit dem Medizinprofessor Janus Cornarius aus Marburg, der ebenfalls Übersetzungen klassischer Autoren herausgab, einen schriftlichen Streit über mehr als anderthalb Jahrzehnte aus. Weite Verbreitung bis nach seinem Tod erlangten zudem die Fuchsschen Unterrichtswerke der galenisch-humanistischen Medizin und Pharmazie.

De historia stirpium, das Erste der berühmten Kräuterbücher

Die dritte Gruppe bildeten schließlich seine botanischen Werke. Im Jahre 1542 erschien unter dem Titel "De historia stirpium commentarii insignes" sein erstes Kräuterbuch in lateinischer Sprache beim Basler Verleger Michael Isingrin. Es enthielt 509 hervorragende, ganzseitige Holzschnittillustrationen, in denen alle Entwicklungsstufen der Pflanzen erfasst waren.

Auf Drängen seines Verlegers Isingrin stimmte Fuchs einer deutschen Ausgabe zu, die 1543 unter dem Titel "New Kreüterbuch" herausgegeben wurde. Sie zielte auf eine über den lateinisch sprechenden Gelehrtenkreis hinausgehende Käuferschicht ab, um so die enormen Kosten für die Anfertigung der Druckstöcke aus Birnbaumholz zu amortisieren. Allerdings lehnte Fuchs die medizinische Anwendung von Pflanzen durch den Laien ab. Deshalb nahm er auch bei der deutschen Fassung Kürzungen des Textes in den Abschnitten "Die Krafft und Würckung" vor. Isingrin führte dagegen ein Krankheitsregister ein, anhand dessen der Leser die gegen eine Krankheit wirksame Heilpflanze finden konnte, und erleichterte damit die Benutzung für den Laien wesentlich.

Als Künstler für seine Kräuterbücher beschäftigte Fuchs Heinrich Füllmaurer (um 1500 bis 1547/48) und Albrecht Meyer (um 1510 bis nach 1561), die beide übrigens auch an der Ausgestaltung des Gothaer und Mömpelgarder Altars beteiligt waren. Die Vorzeichnungen der Pflanzen für die Kräuterbücher tragen im Unterschied zu den später entstandenen Aquarellen der erweiterten Handschrift nie Monogramme der Künstler. Wie in einem Werkstattbetrieb üblich herrschte zwischen den beiden Malern keine strenge Arbeitsteilung. Füllmaurer und Meyer malten nach den jeweiligen Anforderungen entweder Aquarelle oder übertrugen Vorzeichnungen auf Holzstöcke (das so genannte "Aufreißen").

Fuchs überwachte die Künstler im Gegensatz zu vielen anderen Kräuterbuchautoren persönlich, wie die Korrekturanweisungen auf vielen Vorzeichnungen zeigen. Häufig verdeutlichte er seine Korrektur durch Bemerkungen oder ergänzte eigene Zeichnungen.

Da in Tübingen kein qualifizierter Holzschneider ansässig war, übertrug Fuchs diese Arbeit dem Straßburger Formschneider Veyt Rudolff Speckle (um 1505 bis 1550). Speckle riss die Holzschnitte nicht bei Fuchs in Tübingen, sondern vermutlich in Straßburg.

Nie veröffentlicht: die Kräuterbuchhandschrift

Schon während der Drucklegung des deutschen Kräuterbuchs 1543 begann Fuchs, ein noch umfassenderes Werk mit allen ihm bekannten Pflanzen zusammenzustellen. Um mit den neu veröffentlichten und durch zahlreiche Abbildungen illustrierten Werken anderer Kräuterbuchautoren (Matthioli und Dodoens) konkurrieren zu können, wurde eine gründliche Überarbeitung seiner Kräuterbücher auch immer zwingender.

Der erste Ergänzungsband des lateinischen Kräuterbuchs lag bereits 1550 vor. Die Manuskripte der Bände eins und zwei waren 1557 fertig, die Arbeit am dritten 1563/64 beendet. Die Handschrift enthält heute 1541 Pflanzenaquarelle (je 315 x 208 mm), die circa 1317 verschiedene Taxa darstellen. 16 Abbildungen kamen erst nach dem Tod von Fuchs zur Handschrift hinzu. In seinem Aufbau entspricht das Manuskript der "De Historia stirpium" von 1542. So ordnete Fuchs die Pflanzenabbildungen wiederum alphabetisch nach den griechischen Pflanzennamen, obwohl er die Reihenfolge bereits in seinem Kräuterbuch als unbefriedigend empfand. Schon veröffentlichte Kapitel aus dem Kräuterbuch von 1542 unterzog er einer Neubearbeitung.

Auch mit den Kräuterbüchern verfolgte Fuchs das Ziel, die arabistische Medizin durch die der Antike zu verdrängen und die Kenntnisse der Ärzte aus dieser Zeit wieder aufleben zu lassen. Im Text der Handschrift setzte sich Fuchs vornehmlich mit dem italienischen Mediziner und Botaniker Pier Andrea Matthioli (1500 bis 1577) auseinander, da dieser in seinem 1544 erstmals erschienenen Kommentar zum Dioskurides immer wieder auf Fehler in den Fuchsschen Werken hingewiesen hatte.

Nach dem Tod von Leonhart Fuchs im Jahr 1566 erbten seine beiden Söhne Friderich und Daniel die Bücher seiner Bibliothek, darunter auch das noch immer unveröffentlichte Manuskript der Handschrift. Friderich plante, das Werk zum Druck zu bringen, wie der von seiner Hand umgeschriebene Titel beweist. Dabei hoffte er offenbar auf die finanzielle Unterstützung durch die Ulmer Stadtväter. Doch all seine Bemühungen scheiterten. Nach etlichen Irrwegen gelangte die Handschrift 1782 nach der Auflösung der Karthause Gaming für einen Schleuderpreis in den Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Dort geriet sie nach und nach in Vergessenheit. Erst anlässlich einer Ausstellung von naturwissenschaftlichen Handschriften, Zeichnungen und Aquarellen erinnerte man sich an das umfangreiche Manuskript in der Handschriftenabteilung.

Eher unbegreiflich erscheint uns heute dagegen das Schicksal der bereits fertig geschnittenen Holzdruckstöcke. Sie wurden teilweise auf Kosten des Fuchsschen Verlegers Isingrin hergestellt. Etwa 800 davon erwarb später der Arzt Felix Platter (1536 bis 1614). Von diesem gelangten sie über Johann Bauhin (1541 bis 1612) und Johann Jakob Scheuchzer (1672 bis 1733) in den Besitz von Johannes Geßner (1709 bis 1790). Diese Stöcke sind heute alle verschollen. 196 aufgerissene Druckstöcke waren bis 1853 in der Tübinger Universitätsbibliothek vorhanden. Anfang der zwanziger Jahre wurde der größte Teil davon an die Stuttgarter Akademie der bildenden Künste verkauft. Dort hobelte man die wertvollen Zeichnungen ab und benutzte die Stöcke für neue Drucke. Nur 23 Originaldruckstöcke befinden sich heute noch im Besitz der Universität Tübingen. Einer davon - mit dem Aufriss des Bärlapp (Diphasiastrum complanatum (L.) Holub.) - wurde im Sommer 2000 in einer Ausstellung des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt gezeigt. Als Vorlage für diesen Holzschnitt diente eine Abbildung (Bock 1549, 211 recto) im 1549 erschienenen Kräuterbuch von Hieronymus Bock als Vorlage.

Frischpflanzen als Vorlagen und Raubkopien

An der Fuchsschen Handschrift arbeitete neben Albrecht Meyer und Heinrich Füllmaurer noch ein weiterer Künstler, der alle seine Zeichnungen mit den Initialen IZ signierte. Dieses Monogramm verwendete der Maler Jerg Ziegler, der ab circa 1555 bei Fuchs beschäftigt war. Seine Aquarelle gehören zu den botanisch exaktesten Zeichnungen der gesamten Handschrift. Auch Albrecht Meyer signierte seine Zeichnungen für die erweiterte Handschrift ab 1549 mit einer verschlungenen Linie, der öfters am rechten Rand ein A zugefügt wurde. Offenbar veranlasste die gute Resonanz der Kräuterbücher die Künstler zu diesem Schritt. Heinrich Füllmaurer, der bereits um 1547/48 verstarb, signierte dagegen keine seiner Zeichnungen.

Für die gedruckten Kräuterbücher dienten ausschließlich frische Pflanzen als Vorlagen. Für die erweiterte Handschrift ließ Fuchs auch Kopien von Bildern aus anderen Kräuterbüchern und Herbarien anfertigen. Fuchs war ein sehr ehrgeiziger und ebenso streitsüchtiger Wissenschaftler. Im Alter hatte er sich immer mehr isoliert und schreckte nicht einmal davor zurück, viele ausländische Kulturpflanzen aus den Kräuterbüchern seines wissenschaftlichen Gegners Matthioli abmalen zu lassen - meist ohne diesen als Quelle zu erwähnen. Ein leicht nachvollziehbares Beispiel stellt die Abbildung des Pampelmusenbaums (Citrus maxima (Burm.) Merr.) dar. Weitere "Raubkopien" stammen aus den Werken des flämischen Botanikers Rembert Dodoens. Als wichtigste Vorlagenquelle für die Handschrift diente jedoch das Herbarium des Botanikers Leonhard Rauwolff. Viele dieser Pflanzen wurden exakt kopiert.

Durch genauere Vergleiche lassen sich weitere Elemente des Fuchsschen Arbeitsstils aufdecken. So stößt man auf einige Beispiele, bei denen ganze Pflanzenteile oder Blütenfarben ergänzt wurden. Aus einzelnen Zweigen ließ Fuchs sogar ganze Bäume konstruieren.

Viele verbinden heute den Namen von Leonhart Fuchs mit der beliebten Zierpflanze "Fuchsie", die der berühmte Botaniker aber selbst nicht kannte. 1703 nannte der französische Pater Charles Plumier den von ihm in Santa Domingo neu entdeckten Blütenstrauch zu Ehren des Professors "Fuchsia". Im Jahre 1753 verankerte Carolus Linnaeus dann den Namen Fuchsia triphylla in der botanischen Nomenklatur.

 

Literatur

  • Bauhin, J., Historia plantarum universalis, nova et absolutissima. 3 Bde. Yverdon 1650 - 1651.
  • Baumann, B., Baumann, H., Baumann-Schleihauf, S., Die Kräuterbuchhandschrift des Leonhart Fuchs. Verlag Eugen Ulmer Stuttgart. Im Druck.
  • Baumann, S., Pflanzenabbildungen in alten Kräuterbüchern. Die Umbelliferae in der Herbarien- und Kräuterbuchliteratur der frühen Neuzeit. Heidelberger Schriften zur Pharmazie- und Naturwissenschaftsgeschichte. Hrsg. von Wolf-Dieter Müller-Jahncke. Bd. 15, Stuttgart 1998.
  • Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Hrsg.), Tübinger Kräuterbuchtafeln des Leonhart Fuchs (1501 - 1566). Tübingen 1983.
  • Fichtner, G., Neues zu Leben und Werk von Leonhart Fuchs aus seinen Briefen an Joachim Camerarius I. und II. in der Trew-Sammlung. Gesnerus 35 (1968) 65 - 82.
  • Fuchs, L., De Historia stirpium commentarii insignes. Basel 1542.
  • Fuchs, L., New Kreüterbuch. Basel 1543.
  • Ganzinger, K., Ein Kräuterbuchmanuskript des Leonhart Fuchs in der Wiener Nationalbibliothek. Sudhoffs Archiv 43 (1959) 213 - 224.
  • Hizler, G., Oratio de vita et morte clarissimi viri, medici et philosophi praestantissimi, D. Leonharti Fuchsii. Tübingen 1566.
  • Jens, W., Eine deutsche Universität. 3. Aufl., München 1977.
  • Matthioli, P. A., Commentarii in libros sex Pedacii Dioscoridis de medica materia. Venedig 1563.
  • Meyer, F., Truebold, E. E., Heller, J. L., The Great Herbal of Leonhart Fuchs. 2 Bde., Stanford, California 1999.
  • Nissen, C., Die botanische Buchillustration. 2 Bde., 2. Aufl. Stuttgart 1966.
  • Rytz, W., Das Herbarium Felix Platters. Verhandlungen d. Naturforschenden Gesellschaft. Basel 44 (1933) 1 - 222.
  • Schinz, S., Anleitung zur Pflanzenkenntnis und derselben nützlichen Anwendung. Zürich 1774.
  • Seybold, S., Die Orchideen des Leonhart Fuchs. Sonderdruck des Arbeitskreises Heimische Orchideen Baden-Württemberg. Tübingen 1986.
  • Sprague, T. A., Nelmes, E., The herbal of Leonhart Fuchs. Journ. Linn. Soc. London Bot. 48 (1928 - 31) 545 - 642.
  • Stübler, E., Leonhart Fuchs. Leben und Werk. München 1928.

 

Die Autorin

Susanne Baumann-Schleihauf studierte Pharmazie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Anschließend absolvierte sie ein pharmaziegeschichtliches Aufbaustudium an der Universität Heidelberg. Dort wurde sie im Fach Pharmaziegeschichte bei Professor Dr. Wolf-Dieter Müller-Jahncke, dem heutigen Direktor des Hermann-Schelenz-Instituts für Pharmazie- und Kulturgeschichte in Heidelberg e.V., promoviert. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit der Pflanzenfamilie der Umbelliferae (Apiaceae) in der Herbarien- und Kräuterbuchliteratur der frühen Neuzeit. Für ihre Arbeit erhielt sie den "Jerry Stannard Memorial Award", der jährlich vom Department of History der Universität von Kansas in Lawrence/KS, verliehen wird. Neben ihrer Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke beschäftigt sie sich mit der Botanik der frühen Neuzeit. Sie ist Mitautorin eines im Frühjahr 2001 erscheinenden Buchs über die Kräuterbuchhandschrift von Leonhart Fuchs.

 

Anschrift der Verfasserin:
Dr. Susanne Baumann-Schleihauf
Zentgrafenstraße 45
69198 Schriesheim

 

Festivitäten und ein besonderes BuchPZ Genau vor 500 Jahren erblickte der berühmte Arzt, Botaniker und Gelehrte Leonhart Fuchs das Licht der Welt. (Lesen Sie dazu auch unseren Titelbeitrag ab Seite 10.) In diesem Jahr finden aus diesem Anlass an der Universität Tübingen diverse Aktivitäten statt. Fuchs stand der Hochschule im Laufe seiner Lehrtätigkeit mehrfach als Rektor vor. Als besonderer Höhepunkt ist die Eröffnung eines Fuchsien-Pavillons im Botanischen Garten der Universität geplant. Nähre Informationen, auch über Exkursionen, Vorlesungen und Veranstaltungen des Studium Generale zum Gedächtnis von Leonhart Fuchs, gibt es im Internet unter den Adressen www.botgarden.uni-tuebingen.de und www.systbot.uni-tuebingen.de .

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