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17.03.2003
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Politikticker

Kosten-Nutzen-Bewertung

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat sich erneut für eine Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln ausgesprochen. Im Arzneimittelbereich würden weiterhin Milliarden verschwendet, behauptet sie mit Verweis auf die Angaben des Arzneimittelverordnungsreportes. Durch ein allein am medizinischen Nutzen orientiertes Verordnungsverhalten der Ärzte ließen sich die Arzneimittelausgaben um 20 Prozent senken. Voraussetzung dafür sei eine objektive Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln durch das noch zu gründende Deutsche Zentrum für Qualität in der Medizin. PZ

Gewinneinbruch

Nach dem In-Kraft-Treten des Beitragssatzsicherungsgesetzes hat sich der Rabatt, den die hessischen Apotheken den Krankenkassen gewähren, mehr als verdoppelt. Waren es 2002 durchschnittlich rund 4500 Euro pro Monat, führten die Apotheken im Januar durchschnittliche 11.000 Euro an die Krankenkassen ab. Nach Angaben des Hessischen Apothekerverbandes (HAV) hat der zusätzliche Rabatt die Erträge der Apotheken um 60 Prozent reduziert. Vier von fünf Apotheken planen jetzt eine drastische Senkung der Kosten, vor allem beim Personal. PZ

Patienten sollen mehr bezahlen

Angesichts des Milliardendefizits bei den Krankenkassen plädieren die Kassenärzte dafür, bei der geplanten Gesundheitsreform die Zuzahlung der Patienten bei Arzneien auszuweiten. Einen Tag vor einem Spitzengespräch mit Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) warb die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erneut für ihr umstrittenes Festzuschuss-Modell. Danach sollen die Kassen aus einer Wirkstoffgruppe nur noch die preiswerten Mittel ganz bezahlen. Bei teureren Medikamenten sollen die Versicherten die Mehrkosten selbst tragen. Chronisch Kranke sollen nach KBV-Vorstellungen aber ganz von diesem Modell ausgenommen bleiben. Die Krankenkassen haben den Vorstoß bereits abgelehnt. dpa ´Top

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