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Politikticker - Archiv

20.08.2001
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Politikticker

Willkür

Die Caritas hat den Krankenkassen vorgeworfen, ihre Ausgaben zu stark zu senken. Dabei würden vielfach sogar bestehende Verträge und gesetzliche Ansprüche ignoriert und ärztliche Verordnungen willkürlich eingeschränkt, hieß es beim Caritasverband für die Diözese Münster. Vor allem bei der Pflege müssten die kirchlichen Sozialstationen deshalb kräftig zuzahlen. Besonders kräftig am Sparen seien die Betriebskrankenkassen. Sie hätten die Pflegekosten um über 21 Prozent gesenkt. dpa

Einigung

Die Krankenassen und die Kassenärztliche Vereinigung in Niedersachsen wollen das Arzneibudget für 2001 einhalten. In Hannover einigten sich Krankenkassen und Ärzte auf eine Zielvereinbarung, in Höhe des ursprünglich vorgesehenen Budgets. Um dieses Ziel zu erreichen soll der Anteil von Generika im generikafähigen Bereich auf 71 Prozent ansteigen. Die Reimportquote soll auf 16,5 Prozent erhöht werden. PZ

Uneins

Keine Einigung erzielten die Kassenärzte in Hessen und die Allgemeinen Ortskrankenkassen über die ärztlichen Honorare. Trotz zweimonatiger Verhandlungen konnte kein Konsens gefunden werden. Einer der wesentlichen Gründe für das Scheitern war die von der AOK geforderte Kopplung von Honorar und Arzneimittelausgaben. Die Kassenärzte lehnten dies strikt ab. Nach dem Scheitern der Verhandlungen muss jetzt das Schiedsamt entscheiden. PZ

Sparsam

Der Sozialverband VdK hat die Einführung einer Patientenchipkarte gefordert. Dadurch könnten die Krankenkassen 20 bis 25 Milliarden Mark (12,78 Milliarden Euro) sparen, weil Mehrfachuntersuchungen vermieden würden, sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger am Dienstag in Berlin. Auf der Karte könnten 1800 Seiten Krankengeschichte mit allen Befunden und Verordnungen gespeichert werden. Hirrlinger forderte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auf, umgehend Modellversuche mit dieser Chipkarte zu starten. dpa ´Top

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