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Politikticker - Archiv

15.07.2002
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Politikticker

Pro Apotheke

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, lehnt die Einführung des Versandhandels ab. In einem Schreiben an einen Mühlheimer Apotheker befürchtet der Justiziar der Fraktion, Andreas Schmidt, „unkalkulierbare Risiken“ bei der Einführung des Versandhandels. Die Rosinenpickerei der Versender gefährde die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln. Die traditionelle Apotheke könne nicht allein von der Akutversorgung leben. Es sei nicht akzeptabel, wenn Apotheken die kostenintensive aufwändige Arbeit leisteten, während Versandhändler das „einfache und schnelle Geschäft“ machten. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigten, dass die Verbraucher vom Versandhandel keine Vorteile hätten. PZ

Geringe Chancen

Das Sozialgericht Münster hat den Antrag einer Krankenkasse zurückgewiesen, die ihren Versicherten die Kosten für bei DocMorris bestellte Arzneimittel erstatten wollte. Die zuständige Aufsichtsbehörde hatte der Kasse untersagt, diese Rezepte zu erstatten. Dagegen hatte die Kasse im Mai geklagt. Mit einem parallel gestellten Antrag wollte die Kasse erreichen, dass die Klage eine aufschiebende Wirkung erhält. Mit Beschluss vom 21. Juni hat das Sozialgericht diesen Antrag zurückgewiesen, weil es „die Erfolgsaussichten der gegen die Verbotsverfügung erhobenen Klage als gering bewertet“. PZ

Wackere Kasse

Die BKK Bosch beteiligt sich nicht an den Unterstützungsaktionen anderer Krankenkassen für Internet-Apotheken. In einem Schreiben bestätigt die Kasse, dass sie die geltende Rechtslage respektiere und nicht mit Internet-Apotheken zusammenarbeiten wolle. Neue Vertriebswege gefährdeten die flächendeckende Versorgung. PZ ´Top

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