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Politikticker - Archiv

11.06.2001
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Politikticker

Notfalldaten auf Chip

Die Krankenversichertenkarte sollte umfassend elektronisch genutzt werden, fordert die AOK Baden-Württemberg. So sollte die Karte alle Notfalldaten des Versicherten mit Anschrift von Angehörigen und dem Hausarzt enthalten, ebenso die medizinischen Daten wie Blutgruppe, Empfindlichkeit auf Medikamente. Das neue Transparenzgesetz im Gesundheitswesen, das derzeit vom Bundesgesundheitsministerium erarbeitet wird, sollte die Telematik und das elektronische Rezept ermöglichen. PZ

Teuerste Volkskrankheit

Diabetes ist nach einer internationalen Studie (CODE-2) in Deutschland die teuerste Volkskrankheit. Zu späte oder falsche Behandlung führten dazu, dass über die Hälfte der Typ-2-Diabetiker schwerwiegende Folgeerkrankungen aufwiesen. Die Untersuchung spreche von 27.900 Amputationen, 6000 Neuerblindungen, 8300 Dialysebehandlungen, 27.000 Herzinfarkten und 44.400 Schlaganfällen, teilte die Deutsche-Diabetes-Stiftung in München mit. dpa

GEK: 15 Prozent nutzlos

Rund 15 Prozent aller verordneten Arzneimittel in Deutschland haben nach Kassenangaben keinen nachgewiesenen therapeutischen Nutzen. Für die Gmünder Ersatzkasse (GEK) entstünden so unnötige Kosten von 35 Millionen Mark im Jahr, teilte die Kasse am Freitag in München mit. Dies habe eine Studie erbracht, bei der 30 Millionen Verordnungen im Wert von 1,5 Milliarden Mark untersucht worden waren. Für die Kasse liegt im Arzneimittelbereich eine Sparreserve in Millionenhöhe. dpa

Gegen schwarze Schafe

Eine Spezialistentruppe aus staatlichen Veterinären und Pharmazeuten soll die Tierarzneimittelkontrolle in Baden-Württemberg verstärken. "Wir werden alles daran setzen, um die schwarzen Schafe aufzuspüren und konsequent zu verfolgen", betonte der federführende Tübinger Regierungspräsident Hubert Wicker (CDU) am Freitag nach dem zweiten Landestreffen des Beratungskreises Tierarzneimittel. Das Gremium war nach dem Schweinemastskandal im Winter berufen worden. Wicker sagte: "Die verknüpfte Kontrolle der Arzneimittelhersteller, des Arzneimittelhandels, der Tierärzte und der Landwirtschaft soll es erleichtern, den Missbrauch von Tierarzneimitteln an Nutztieren aufzudecken und entschieden zu bekämpfen."

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