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28.05.2001
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Beratung vergüten

Für eine neue Gestaltung der Apotheker-Vergütungen spricht sich Vorstandsvorsitzender Helmut Platzer von der AOK Bayern aus. Er schlägt vor: Die reine umsatzbezogene Vergütung muss verschwinden. Dafür sollte es neben einem abgesenkten umsatzbezogenen Gewinnanteil eine Rezeptpauschale für Beratungen des Patienten geben. Nebeneffekt: Der vermeintliche Kostenvorteil von Internet-Apotheken fällt weg. PZ

Für Privatisierungen

Der designierte Präsident des Berliner Landesrechnungshofes, Jens Harms, hat sich für weitere Privatisierungen ausgesprochen. Auch eine private Universität hätte einen gewissen Charme, sagte Harms dem "Berliner Kurier" (Sonntag). In Frage kämen vor allem ingenieur- und betriebswirtschaftliche Bereiche. Auch an teilweise privatisierten Volkshochschulen ließe sich manches "effektiver gestalten". Im Gesundheitswesen könnten zudem Küchen, Wäschereien und Krankenhausapotheken ausgegliedert werden. dpa

Schlechte Beratung

Mangelhafte Beratung ist auch nach Einschätzung von Computerexperten das wichtigste Argument gegen Internet-Apotheken. Lediglich 48 Prozent der Besucher der Messe Internet World gaben in einer Emnid-Befragung an, sie könnten sich den Handel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln über das Internet vorstellen. Bei rezeptfreien Medikamenten plädierten zwei Drittel der Befragten für den internetgestützten Versandhandel. PZ

In den Ausweis

Der Herzchirurg Professor Dr. Bruno Reichart hat gefordert, die Bereitschaft Organe zu spenden in den Personalausweis aufzunehmen. Dies kann seiner Auffassung nach helfen, den Mangel an Organen zu beheben. "Im Personalausweis sollte eingetragen werden, ob der Besitzer zur Spende bereit ist", sagte der Chef der Herzchirurgischen Klinik in München-Großhadern dem "Focus". "Genauso sollten wir darüber nachdenken, Kunstherzen und künstliche Lungen, aber auch Organe anderer Spezies - wie zum Beispiel von Schweinen - zu nutzen." Gerade einmal sieben Prozent der Bevölkerung hätten einen Organspendeausweis. Die meisten Menschen wollten nicht einmal darüber nachdenken, was mit ihren materiellen Gütern nach dem Tod geschehe, geschweige denn, was aus ihren Organen wird, sagte Reichart. dpa

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