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23.04.2001
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Politikticker

Patienten machen krank

Der Arztberuf könnte so schön sein - wenn es nur nicht so viele lästige Patienten gäbe. Das meinten nach einer Umfrage zahlreiche belgische Ärzte. Nur zwei Prozent der 1500 befragten Mediziner fühlten sich selbst wirklich gut, berichtete die flämische Tageszeitung "De Standaard". Fast die Hälfte der Ärzte empfinde hingegen emotionale Erschöpfung, manche fühlten sich regelrecht ausgebrannt. Als Grund für den Frust nennen die Doktoren neben Problemen mit Behörden und Bürokratie ihre Patienten, die zu anspruchsvoll seien. dpa 

Ärztemangel

Den Patienten in Deutschland droht nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ein Ärztemangel. Nach einer Trendwende auf dem Arbeitsmarkt für Mediziner könnten seit einigen Monaten an manchen Krankenhäusern nicht mehr alle offenen Stellen besetzt werden, sagte Günter Breithardt, der Präsident der Herzspezialisten-Gesellschaft. Im Extremfall könnte es in einigen Jahren "10.000 bis 15.000 Ärzte" zu wenig geben. Der Grund für die unerwartete Trendwende sei unklar, räumte der Mediziner ein. Die Situation scheine in allen ärztlichen Disziplinen ähnlich zu sein. Ärztemangel drohe vor allem, wenn die von den Krankenhausärzten geleisteten massiven Überstunden abgebaut und Bereitschaftsdienste als reguläre Arbeitszeit anerkannt würden. dpa 

CDU für Verzicht

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christian Wulff hat sich erneut für differenzierte Beiträge und Leistungen der Krankenversicherung ausgesprochen. "Es wäre sinnvoll, wenn der Einzelne auf bestimmte Ansprüche verzichten könnte", sagte Wulff der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Als Beispiel nannte der Unionspolitiker "Bagatellarznei", einen Teil der Fahrtkosten beim Krankentransport oder bestimmte Behandlungsformen wie kosmetische Operationen". Wer solchen Verzicht übe, müsse dafür mit dauerhaft niedrigen Beiträgen belohnt werden. dpa 

Mehr Drogen-Tests

Die Apotheken in Westfalen-Lippe verzeichnen einen Anstieg an Drogen-Überprüfungen. In den vergangenen drei Jahren habe sich die Zahl der in Apotheken zur Überprüfung auf Drogenbestandteile abgegebenen Stoffe verdreifacht, teilte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe mit. Im vergangenen Jahr seien 112 von 172 Proben positiv gewesen. Die Palette reiche von Cannabisprodukten über Aufputschmittel bis hin zu Dopingsubstanzen wie Anabolika. dpa

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