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Glaeske will Transparenz bei Heil- und Hilfsmitteln

12.07.2004
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Glaeske will Transparenz bei Heil- und Hilfsmitteln

von Thomas Bellartz, Berlin

Mehr Transparenz bei der Heil- und Hilfsmittelversorgung forderte am Montag in Berlin Professor Dr. Gerd Glaeske. Der Gesundheitswissenschaftler hatte im Auftrag der Gmünder Ersatzkasse (GEK) erstmals die Verordnungsdaten des Heil- und Hilfsmittelbereichs durchforstet.

Dabei seien wesentliche Defizite bei der Datenlage aufgefallen, sagte Glaeske. Allerdings konnte und wollte er einen konkreten Schaden nicht beziffern und auch nicht unterstellen, dass dies absichtlich „schlecht läuft“. Problematisch sei die Zuordnung der Produkte in zwei unterschiedlichen Datenquellen. Das führe zu zahlreichen Problemen.

Glaeske wies darauf hin, dass bei den Verordnungen mitunter augenfällig sei, dass die Nachfrage und auch die Verordnungen angebotsinduziert seien. In Regionen, in denen es eine hohe Dichte zum Beispiel an Krankengymnasten gebe, sei auch die Zahl der Verordnungen deutlich höher als in Regionen, in denen es kein engmaschiges Angebot gebe. Hier müsse die Frage beantwortet werden, nach welchen Kriterien verordnet werde.

Anders als bei der Arzneimittelversorgung gebe es ein undurchschaubares Datendickicht. Dabei stellten die Ausgaben für diesen Bereich den viertgrößten Ausgabenblock in der Gesetzlichen Krankenversicherung dar. Apotheken sind an den GEK-Ausgaben in diesem Segment aber nur zu 8 Prozent beteiligt. Top

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