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Urlaubsgroschen für UNICEF

25.06.2001  00:00 Uhr

ABDA-AKTION

Urlaubsgroschen für UNICEF

PZ/ABDA  Zu Beginn der Sommerferien machen Deutschlands Apotheken mit Schaufensterplakaten wieder auf eine große Sammelaktion für UNICEF aufmerksam. Unter dem Motto "Spenden Sie doch Ihren letzten 'Urlaubsgroschen' für UNICEF" werden die Kunden aufgefordert, von Auslandsreisen übrig gebliebene ausländische Währungen in den Apotheken abzugeben.

Mit dem Aktionsaufkleber versehene Sammelgefäße werden in den Apotheken aufgestellt. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, bei dem der stolze Betrag von über einer halben Million DM zusammenkam, erwartet der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Hermann Stefan Keller, in diesem Jahr eine noch höhere Summe. "Durch die Einführung des Euro im nächsten Jahr können die Münzen und Scheine aus Reisezielen in Europa nicht mehr verwendet werden. Viele Menschen haben über Jahre die restlichen Devisen aus dem Urlaub in Dosen oder Gläsern gesammelt. Diese können mit Hilfe der Apotheken einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden, so Keller.

Der Erlös der Apotheken-Aktion, für die UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen wieder die Schirmherrschaft übernommen hat, kommt - wie auch im letzten Jahr - dem "Bal Shiksha"-Programm in Nepal zugute. Das Programm richtet sich an Mädchen zwischen zehn und 15 Jahren, die noch nie zur Schule gegangen sind oder die Schule nach kurzer Zeit abgebrochen haben. Der Unterricht findet an sechs Tagen in der Woche je zwei Stunden lang statt. Jeder Kurs in Klassen von etwa 25 Schülerinnen dauert neun Monate. Der Lehrplan entspricht dem der regulären Grundschulen. Die Kinder können nach einem "Bal Shiksha"-Kurs in die dritte Klasse einer staatlichen Grundschule wechseln oder einen aufbauenden zweiten "Bal Shiksha"-Kurs absolvieren, der dem Bildungsstand der fünften Klasse entspricht. Seit 1992 erhalten so jährlich rund 80.000 Kinder eine Grundbildung.

"Die Apotheken nehmen bis zum 15. Oktober die ausländischen Währungen entgegen. So soll sichergestellt werden, dass auch die Restwährungen, die aus den Herbstferien mitgebracht werden, diesem guten Zweck noch zugeführt werden können", betonte Keller. Dabei werden die Apotheken wieder von den pharmazeutischen Großhandlungen unterstützt, die das Geld in den 21.500 Apotheken einsammeln und bis zur Abholung durch UNICEF zwischenlagern. Dabei kam im letzten Jahr ein Gewicht von mehr als 20 Tonnen zustande.

Die Aktion startet in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Termine können Sie beim jeweiligen Landesapothekerverband erfragen. Top

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