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Krankenkassen werfen DAV Blockadepolitik vor

02.10.2000
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Krankenkassen werfen DAV Blockadepolitik vor

von Rainer Vollmer, Berlin

Der Apothekerstand laufe "Gefahr, sich mit seiner anhaltenden Verweigerungshaltung als ernsthafter Gesundheitspartner zu verabschieden". Diesen massiven Vorwurf hat die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen-Spitzenverbände anlässlich des Apothekertages zu Papier gebracht und in einer gemeinsamen Presseerklärung in die Öffentlichkeit getragen.

Hauptvorwurf der GKV-Spitzenverbände: Die Politik der Apotheker behindere die Abgabe preisgünstiger Importarzneimittel. Dem Deutschen Apothekerverband wird "Blockadepolitik" vorgehalten. Er komme seinem gesetzlichen Auftrag zur Neuregelung der Abgabe der Importarzneimittel nicht nach. Nach neunmonatigen Verhandlungen habe der Verband immer noch keinen eigenen Vorschlag unterbreitet und Verhandlungstermine abgesagt. Damit wollten die Apotheker die Abgabeverpflichtung unterlaufen, obwohl sie mit dieser Politik die Arzneimittelbudgets belasteten. Zudem würden die Apotheker moderne Vertriebswege strikt ablehnen sowie eine konstruktive Beteiligung an der integrierten Versorgung verweigern.

Weiter heißt es in der Erklärung der GKV-Spitzenverbände, auf Grund der Kündigung des Rahmenvertrages habe eine Schiedsstelle entsprechende Regelungen von Amts wegen vorzunehmen, falls es bis zum 31. Dezember 2000 nicht zu einer Einigung komme. Top

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