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Integrierte Versorgung im Mittelpunkt

17.09.2001  00:00 Uhr

RUNDER TISCH

Integrierte Versorgung im Mittelpunkt

PZ  Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist mit der bisherigen Arbeit am Runden Tisch zufrieden. "Ich begrüße es, dass die Mitglieder an den Fundamenten des deutschen Gesundheitswesens festhalten und die Solidarität des Systems zum Ausgangspunkt notwendiger Reformschritte machen, sagte Schmidt nach der zweiten Sitzung des Expertengremiums, in dem ABDA-Präsident Hans-Günter Friese die Position der Apotheker vertritt.

Die medizinische und ökonomische Einteilung des Gesundheitswesens in Sektoren will die Ministerin langfristig überwinden. "Die Frage wie das Geld medizinisch notwendigen Leistungen folgen kann, muss beantwortet werden." Ein Ziel der Gesundheitsministerin ist es deshalb, ambulante und stationäre Versorgung besser miteinander zu verzahnen. Dreh- und Angelpunkt der Reform im Gesundheitswesen sei die integrierte Versorgung, so wie sie in der Gesundheitsreform 2000 vorgesehen sei. Zu klären sei außerdem, ob ergänzende Individualverträge zwischen Krankenkassen und Ärzte zugelassen werden sollten, so Schmidt. Auch sollte die Prävention als Kassenleistung ausgebaut werden. Zudem soll eine "Stiftung Prävention" ins Leben gerufen werden.

Vorschläge zu dieser Stiftung sollen ebenso bis zum nächsten Treffen am 3. Dezember ausgearbeitet werden, wie Möglichkeiten zur Begrenzung der Arzneimittelausgaben. Schmidt will bei der Bewertung neuer Arzneimittel in Zukunft stärker berücksichtigt sehen, inwieweit die therapeutische Innovation die höheren Kosten rechtfertigt. Schmidt: "Die entscheidende Frage ist: Was nützt es den Patientinnen und Patienten und welche Aufwendungen sind angemessen." Top

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