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Aponet gestartet

30.07.2001  00:00 Uhr

Aponet gestartet

PZ-Artikel

Das Gesundheitsportal der ABDA ist online. Seit Montag, dem 30. Juli, erreichen Internetsurfer unter www.aponet.de den offiziellen Auftritt der deutschen Apothekerinnen und Apotheker. Das Angebot richtet sich vor allem an Endverbraucher. Nach außen beworben wird es allerdings noch nicht. Dies soll erst geschehen, wenn sich genügend Apotheker für das System zur Arzneimittelvorbestellung angemeldet haben. Dia ABDA rechnet damit, dass die kritische Masse schnell erreicht werden wird.

Im Gegensatz zu anderen Gesundheitsportalen stehe bei aponet.de das Arzneimittel im Mittelpunkt, sagt Elmar Esser, Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei der ABDA. Es soll keine Konkurrenz zu millionenschweren Angeboten wie Netdoktor oder almeda sein, sondern auch im Internet die Apotheker als wichtigste Berater in der Arzneimitteltherapie positionieren."Darüber hinaus bietet die Website täglich Nachrichten, Gesundheits- und Fernsehtipps", erklärt Diana Vasapollo von der ABDA-Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Ein wöchentliches Schwerpunktthema ergänzt das Informationsangebot. In der Startwoche wird aponet.de hier über das eigene Angebot informieren informieren. Für die folgenden Wochen sind medizinische und pharmazeutische Themen geplant.

Das Portal bietet außerdem ausführliche Beiträge zu den Themen Arzneimittel im Internet und Reisen sowie eine Gesundheitsfibel. In einem Pflanzenlexikon sind 170 positiv monographierte Heilpflanzen zusammengestellt, über die neutral informiert wird. Weiter können sich Internetnutzer über die verschiedenen Berufe in der Apotheke und über Gesundheitstermine informieren.

Politisch bedeutsamer als das Informationsangebot von aponet.de ist der Servicebereich mit einem Apothekenfinder und der Möglichkeit, Arzneimittel über das Netz vorzubestellen. Mit diesem Angebot will die ABDA zeigen, wie ein verantwortungsvoller und kundenorientierter Einsatz des Internets bei der Arzneimittelversorgung aussieht.

Über den Apothekenfinder, in dem möglichst bald alle deutschen Apotheken aufgeführt sein sollen, könne der Internetnutzer eine Apotheke auswählen, in der er ein Arzneimittel bestellen möchte, erklärt Vasapollo. Die Bestellung wird an die Apotheke weitergeleitet. Dort kann der Besteller sein Präparat abholen.

Damit Apotheken nicht von vermeintlichen Witzbolden mit nicht ernst gemeinten Bestellungen überschüttet werden, müssen sich Internetsurfer registrieren lassen, bevor sie das Vorbestellsystem nutzen können. Mit Hilfe eines Arzneimittelfinders kann der Patient dann seinen Bestellwunsch abgeben. Anschließend werden Daten wie Alter, Vorerkrankungen oder bei Frauen eine mögliche Schwangerschaft abgefragt. Die Daten werden an die Apotheke weitergeleitet, aber aus Gründen des Datenschutzes auf aponet.de nicht gespeichert.

"Jetzt geht es darum, möglichst schnell viele Apotheken für dieses System zu gewinnen", sagt Esser. Die Resonanz auf das erste Mailing gibt Anlass zur Hoffnung. Rund 5000 Apothekerinnen und Apotheker haben reagiert. In den nächsten Tagen geht ein weiteres Schreiben an alle Apotheken, in dem die Modalitäten für die Teilnahme an der Arzneimittelvorbestellung erläutert werden. Esser fordert die Apothekerinnen und Apotheker auf, sich schnell anzumelden. Im Gegensatz zu anderen Anbietern entstehen bei der Teilnahme am Aponet keine zusätzlichen Kosten für die Apotheken.

Ebenfalls kostenlos ist eine Aponet-Homepage für Apotheken. Mit einem leicht zu bedienenden Programm können Apotheker diese online erstellen. Die ABDA bietet hierfür drei verschiedene Layoutvorlagen an. Das Angebot gehe weit über eine Web-Visitenkarte hinaus, erklärt Esser. Top

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